Willst du deine Gabe finden? Folge deiner Freude!

17. August 2015

Die Welt funktioniert, wenn wir einander Wert stiften – materiell, oder immateriell. Bäcker und Bauern sind genauso wichtig wie Lehrer und Philosophen, denn wir brauchen nicht nur Brot und Korn, sondern auch Wissen und Weisheit. Deine Gabe ist dabei, worin du am meisten geben kannst. Reicher kann die Welt nie werden, als wenn du sie lebst. Zugleich spürst du darin am meisten Liebe zu dir, und strahlst sie aus. Eine liebevolle Welt gründet darum auf deine Gabe. Kennst du sie?

Als ich klein war, wurde mir das „Lustprinzip“ als etwas Schlechtes beigebracht. Ich lebe wohl danach, unterstellte mir meine Mutter gelegentlich. Damals war ich tatsächlich ein ziemlicher Hedonist: Da mir mein Leben wenig Freude machte, las ich sehr viel und widmete mich dem Fernsehen bis zu zehn Stunden täglich. Echte Freunde dagegen hatte ich keine. Ich war total auf dem Konsumtrip – bis ich in der Oberstufe mein Hirn entdeckte und begann, im Internet zu schreiben.

Vom einen auf den anderen Tag hatte ich etwas gefunden, das mir mehr Freude machte, als Spaß zu haben. Mein „Lustprinzip“ war dasselbe geblieben – ich tat weiterhin, was mir gute Gefühle bringt. Doch nun verstand ich, dass etwas zu „machen“ sich noch besser anfühlt, als mich passiv dem Konsum hinzugeben. Das Wort „Lustprinzip“ bedeutet für mich darum eben gerade nicht, kurzfristige Triebe zu erfüllen – sondern: Das zu tun, womit ich mich auch morgen noch spitze fühle.

Heute lebe ich nur noch nach diesem Lustprinzip. In unserem Vorspiel erfährst du mehr darüber: 2013 habe ich entschieden, mich selbst radikal anzunehmen. Und ich feiere mich jeden Tag dafür. Denn sobald ich meinen Gefühlen lausche und meiner Freude folge, entwickle ich automatisch meine Stärken, entdecke meine Talente, lebe meine Gaben und gebe der Welt jeden Tag ein wenig mehr: Von dem, was ich persönlich am besten kann, und keiner besser als ich.

Freude ist der ultimative Schlüssel, um so ein Leben voll Hingabe und innerem Reichtum zu leben. Dabei unterscheide ich strikt zwischen Freude und Spaß: Alles, was ich von außen in mich reintue, ist Spaß – Facebook, oder Katzenvideos zum Beispiel. Freude hingegen ist alles, was ich von innen heraus hervorbringe – wie etwa, diesen Artikel zu schreiben. Freude darf wachsen, macht mein Inneres sichtbar, bringt es in die Welt und lässt mich aufleuchten. Das will ich möglichst oft!

Mit Spaß ist es anders. Spaß ist sofort da, verdrängt, was in mir ist, und behandelt meine Gefühle wie Fertigpizza meine Geschmacksnerven. Manchmal will ich das; doch je mehr Spaß ich habe, umso leerer und unglücklicher werde ich. Das war das Lebensgefühl meiner Kindheit. Und in neuerer Zeit habe ich oft erlebt: Wann immer ich Stunden auf YouTube und Facebook zubringe, servieren mir meine Gefühle danach die Rechnung. Folge ich aber meiner Freude, und lebe aus meinen Stärken, bin ich bald beseelt von meiner Arbeit. Und die macht solche Freude, dass ich für den Rest des Tages nicht genug davon bekomme.

Mein Lustprinzip macht mich darum keineswegs zum Hedonisten, d. h. süchtig nach Spaß und Zerstreuung, sondern zum Schöpfer meines Glücks. Und was ist es, das ich gebe? Denken und Schreiben, das sind meine Gaben. Mit Worten umzugehen ist meine Passion, und zusammen mit allem anderen, was ich für Move Meta mache, bin ich der Meister meiner eigenen Kunst. Ich stifte maximalen Wert, und zwar nach meinen Regeln und im Einklang mit mir selbst. So ist mein Leben ein einziges großes Abenteuer: Ich gebe, also bin ich. Jeden Tag ein wenig mehr. (Und wenn nicht, bin ich trotzdem gut, so wie ich bin.)

Mein Lustprinzip ist also wie ein innerer Kompass, um meinen Kurs zu halten und meine Gaben zu finden. Jeder ist für seine Gefühle selbst verantwortlich, und ich spüre eben genau hin, ob ich Gutes in die Welt bringe oder nicht. Wenn ich tue, was mir liegt und mir Freude macht, fühle ich mich spitze und mache mehr davon – und wenn nicht, anders herum. Wenn ich gebe und erschaffe, finde ich meinen Lohn in der Arbeit selbst. Wenn ich auf Facebook versacke, wird mir übel. Gut so.

Könnte ich dem Manuel von vor 20 Jahren etwas auf den Weg geben, so wäre es das: „Folge deiner Freude.“ Willst auch du deine Gabe finden, und die Welt reicher machen, so lege ich dir dasselbe ans Herz. Auch, wenn du keine Chance hast &/ siehst, jemals Geld damit zu verdienen: Du wirst lernen, was du kannst und anderen wertvoll ist. Und von da an wird es immer nur besser. So wirst du ein Meister dessen, wofür du geboren wurdest! Das ist es, was die Welt wirklich von dir braucht. Nicht dein stummes Leiden in irgendeinem Job, sondern deine größte Lust und Freude, deine Liebe – das, was du zu geben hast, und nur du: Deine Gabe.

Was denkst du dazu? Folgst du schon deiner Freude? Und wenn ja, welche Gaben hast du entdeckt?

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2013 lebe ich nach einem einzigen Satz: Ich bin gut, so wie ich bin. Heute liebe ich mein Leben. Bei Move Meta erzähle ich davon.

11 Kommentare
  • Christopher Batke
    Veröffentlicht am 18. August 2015 um 07:42 Uhr Antworten

    Lieber Manuel,

    danke für diesen schönen Beitrag. Ich bin einer derjenigen Menschen, die sich zunächst auf den bequemen Konsumweg gemacht haben und sich dabei leiten ließen durch die vermeintlichen Erwartungen der Anderen. Am Ende standen oberflächlich betrachtet: 1 Bachelor, 8 Jahre Berufserfahrung und sehr bald auch ein Master. Zwischendurch hatte ich aber meinen inneren Kompass aus dem Blick verloren (schön, dass Du mein Lieblingsbild ebenfalls nutzt :) ). Im Ergebnis stand tiefergehend betrachtet: Eine verkorkste Beziehung, ein Spiegelbild, in das ich nicht mehr schauen mochte, viele viele Fehler, viel Unglück und höchstens Spaß, keine wirkliche Freude.

    Vor knapp 2 Jahren habe ich ebenfalls begonnen, einen anderen Kurs einzuschlagen. Sanfter, vorsichtiger, nicht so radikal wie Du. Aber die Richtung war die gleiche: Den inneren Kompass wiederfinden, herausfinden, mit welcher Art von Mensch ich mich umgeben muss, damit ich Liebe geben und Liebe nehmen kann, in meinen Worten: Menschen, die mir Kraft geben und denen ich Kraft geben kann. Im Ehrenamt habe ich versucht, meine Erfahrungen und meine Fähigkeiten in einer sinnvollen Tätigkeit einzubringen, und habe mich so immer mehr meiner eigentlichen Bestimmung angenähert.

    Nun ist es bald so weit. In 5 Wochen gebe ich meine Master Thesis ab, am Jahresende verlasse ich das Angestelltenverhältnis und mache mich mit meiner Leidenschaft selbstständig: Ich werde Social Entrepreneur und all mein Talent, all meine Gaben dafür einsetzen, Menschen zu helfen. Als Beispiel: Ich kreiere gerade ein Konzept zur vertieften Berufsorientierung für Abiturienten, die nach dem Abi keine Ahnung haben, was sie tun wollen.

    Ich möchte diesen jungen Menschen helfen, ihren eigenen Weg, ihren INNEREN KOMPASS, zu finden.

    Menschen für etwas begeistern, sie ein Stück weit bei Ihrer Reise im Leben begleiten, Methoden und Tools zur Selbstreflexion und Achtsamkeit an die Hand geben, Brücken bauen, Verbindungen herstellen, das Positive im Menschen hervorbringen. Das sind meine Gaben.

    Mit jedem Tag nähere ich mich meiner Bestimmung. Und jedes Mal, wenn ich etwas für meine Selbstständigkeit vorbereite, geht mir das Herz auf. Manche sagen vielleicht: Warum hast du das nicht noch radikaler, noch schneller gemacht? Aber ich glaube, mein persönlicher Pfad war genau so richtig. Es gab auf dem Weg noch die eine oder andere Lektion zu lernen für mich. Deswegen musste ich ein paar Umwege nehmen. Genau so ist es richtig.

    In diesem Sinne wünsche ich auch allen anderen Lesern, dass sie die ersten Schritte in diese Richtung wagen. Es ist nicht immer leicht, und oft fühlt es sich an, als ob man zwischendurch wieder drei Schritte zurück macht. Aber wie eben beschrieben, denke ich mir dann: OK, irgendwas will dieser Ort dir noch beibringen. Was könnte das sein?

    Alles geschieht genau zu dem Zeitpunkt, zu dem es geschehen soll. Dir wird nichts verloren gehen, du wirst nichts verpassen. Hab nur ein offenes Ohr für die Stimme deines Herzens. Dann steigt mit jeder Sekunde die Liebe in dir auf :)

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 27. August 2015 um 12:15 Uhr Antworten

      Lieber Chris,

      ich danke dir sehr für diesen Einblick ins Finden und Leben der eigenen Gaben! Ist das Leben nicht ein wundervolles Abenteuer, wenn man gut sein darf, so wie man ist?

      Bei mir war es übrigens auch so, wie du es beschreibst: Jahre im Ehrenamt, in extracurricularen Engagements an der Uni, gingen der Gewissheit voraus, mit meinen Stärken und Talenten etwas Wundervolles erschaffen zu können. Unter anderem habe ich einmal versucht, ganz alleine ein Unternehmen zu gründen, um herauszufinden, wie viel ich eigentlich alleine kann, und wo meine Grenzen liegen. Das war die vielleicht schönste Zeit meines gesamten Studiums! Der radikale Schritt, mich nur noch aus Hartz IV heraus zu engagieren, kam später und war nur der letzte, große Schritt ins Vollzeit-Engagement. Die Sicherheit, mit der ich heute in die Welt gehe, schreibe und spreche, speist sich aus vielen Jahren Experimentieren und Machen.

      Und wo du anfangs darauf eingingst: Seit ich dieses Leben lebe, habe ich auch viel erfüllendere Beziehungen in meinem Leben. Die Liebe zu meiner Arbeit, und die Liebe zu anderen Menschen sind zwei Facetten meiner einen Liebe! Darüber will ich auch unbedingt mal schreiben…

      Ich wünsche dir alles Gute für deine Selbständigkeit, und freue mich sehr, dass wir gemeinsam das nächste M²-Rendezvous im Herbst organisieren! Den Artikel zur Einladung mache ich gerade fertig…

      Alles Liebe
      Manuel

  • Irmi
    Veröffentlicht am 27. August 2015 um 23:10 Uhr Antworten

    Lieber Manuel, ich lese sehr gerne Deine E-Mails und ich verstehe Dich sehr gut. Du bist auf Deinem spirituellen Weg und hast den Menschen etwas zu geben. Ich habe stets in meinem Leben meine Gaben erkannt und damit in Freude mein Geld verdient. Das wünsche ich jedem Menschen, dass er seine Fähigkeiten und Gaben erkennt und einsetzt. Heute ist meine Gabe spirituelle Gesänge kostenfrei anzubieten. Das mache ich jede Woche in Unna. Wenn Du Lust und Zeit hast, kannst Du daran teilnehmen. Es kommen auch Menschen aus Bochum und Düsseldorf mit der Bahn. Ich würde mich sehr freuen. Fühl Dich umarmt von Irmi

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 28. August 2015 um 10:41 Uhr Antworten

      Liebe Irmi,

      hab vielen Dank für deinen Kommentar und die Einladung! Gut für dich, dass es dir immer gelungen ist, von deinen Gaben zu leben.

      Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Menschen auch dann angst- und sorgenfrei leben können, wenn sie ihre Gabe noch suchen, und genauso, wenn ihre Gabe keinen materiellen Nutzen hat, sondern z. B. einen spirituellen (=dass wir einander nicht die Schädel einschlagen, wie bis heute auf der ganzen Welt). Unsere Habsucht ist der Grund, warum der Mensch sich selbst ausrottet, und sie ist nur zu beenden, wenn wir Menschen vom Zwang befreien, nehmen zu müssen. Um dies für Volk&Politik erstrebenswert zu machen, braucht es Vorbilder, die ihre Geschichte erzählen. Und nicht zuletzt kann auch ich meine Gaben überhaupt nur entfalten, weil unser Staat mir gibt.

      Darum bin ich ganz bewusst aus dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung ausgetreten. Liebe (v. a. zu unserem eigenen Leben!) entsteht nur, wenn man seine Gabe schenkt, denn Liebe ist immer und ausschließlich bedingungslos. Danke, dass auch du es heute so machst!

      Ich umarme dich
      Manuel

  • M² Unfold 2015 - Entfalte deine Gabe » Move Meta Blog
    Veröffentlicht am 28. August 2015 um 13:48 Uhr Antworten

    […] von den Talententwicklern gefragt, ob wir gemeinsam ein Rendezvous dafür auf die Beine stellen. Sein Kommentar unter meinem letzten Artikel war einfach zu verlockend. Chris war sofort Feuer und Flamme, und binnen weniger Tage wussten wir: […]

  • M² Unfold: Wie wir sechs Leben für immer verändern werden » Move Meta Blog
    Veröffentlicht am 25. Oktober 2015 um 14:06 Uhr Antworten

    […] Bring mit uns SelbstLiebe in die Welt, oder mach sie auf deine Weise reicher. Ich verspreche: Meiner Freude zu folgen, meine Gaben zu erkunden, und meine Vision wahr zu machen, ist so aufregend und erfüllend wie […]

  • Schocke deine Eltern: Schenke, was du am liebsten machst
    Veröffentlicht am 18. März 2016 um 15:17 Uhr Antworten

    […] hässlich in Ketten. Doch stell dir vor, es wäre umgekehrt! Stell dir vor, wir hören auf, unsere Gaben und Talente zu verkaufen (=was auch uns bloß geschenkt wurde). Stell dir vor, auch du schenkst, was dich am […]

  • Chris
    Veröffentlicht am 06. April 2016 um 16:30 Uhr Antworten

    Hallo Manuel,

    „Willst du deine Berufung finden – folge deiner Freunde“.

    Klingt gut ;) Aber ich empfinde keine Freude. Spaß ist kein Ding, aber Freude…

    Ich habe ja kreative Talente (Musik machen, Fotografieren). Ich übe diese kaum mehr aus, weil es mir eben keine Freude macht. Da ist keine Leidenschaft. Früher (vor 10 Jahren ca.) war das anders. Ich hab keine Ahnung was anders war… ich hab immer nur für mich allein gezeichnet/musiziert. Also nicht gegeben! Trotzdem hat es mich sehr erfüllt damals.

    Heute erfüllt es mich nicht mehr. Es ist einfach nur Unterhaltung und Zeitvertreib, wenn ich mal wieder zum Instrument oder Fotoapparat greife. Nun könnte man sagen „tus für andere“. Ich hab damals mal für andere fotografiert und musiziert. Aber selbst damals hat es mir schon keine Freude bereitet es für andere zu tun. Die Freude war immer nur wenn ich allein für mich war mit meiner Kunst.

    Ich kann also im Moment gar nicht meiner Freude folgen weil keine da ist.

    Ideen?

    LG Chris

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 06. April 2016 um 16:46 Uhr Antworten

      Lieber Chris,

      ich würde hier wieder starten bei der Frage: Welches kleine oder große Problem *anderer Leute* würdest du gerne lösen? Ich habe die prägende Erfahrung gemacht, dass erst „es für andere tun“ mir helfen konnte, meine Freude und Berufung zu finden.

      Emotional-logische Begründung: Um herauszufinden, *was* ich so richtig gerne mache, werde ich überhaupt erstmal irgendetwas *machen* müssen. Das ist elementar. Machen (erschaffen, produzieren, helfen) aber werde ich nur, wenn mich etwas dazu motiviert. Ebenfalls elementar. Und das wiederum ist in meiner Erfahrung etwas, das größer ist als ich selber und meine kleinen Problemchen. Erst dann kann ich mit dem großen Ganzen eins werden, in meiner Arbeit. (Ich bevorzuge heute die ganz große Weltrettung, aber ich hab ja auch mal klein angefangen, mit meinem Debattierclub in Kaiserslautern.)

      Falls du nun einwenden solltest, dass du aber keine Lust hast, irgendwem zu helfen – so müsste ich dir leider sagen, dass es deine Entscheidung ist, ob du deine Egozentrik beenden möchtest oder nicht. Du selber kannst entscheiden, ob du die Welt sehen, ihre Probleme wahrnehmen und zu deiner sinn- und freudestiftenden Herausforderung machen, oder in deinem Leid versumpfen willst. Anders gesagt: Liebe ist eine Tätigkeit, und damit unsere Entscheidung.

      Und, fürs Protokoll, bitte keine Entweder-Oder-Denke! Du bist, immer und egal was du nun machen wirst, gut so, wie du bist. Daran rüttele ich hiermit in keinster Weise. Selbstakzeptanz und anderen helfen schließen sich nur aus, wenn wir gegen unsere Gefühle handeln. Die Kunst ist wie immer, zu finden, worin ich mir *und* anderen Gutes tun kann. Also: Welches Unrecht möchtest *du* aus der Welt schaffen, welchem Missstand abhelfen, welche schreiende Dummheit der Menschheit beenden? Was regt *dich* auf an der Welt, wie sie ist?

      Alles Liebe
      Manuel

      P.S.: Ich habe zehn Jahre gebraucht, um zu finden, was ich der Welt geben kann. Du darfst auch Zeit dafür brauchen.

      • Chris
        Veröffentlicht am 06. April 2016 um 16:59 Uhr Antworten

        Hi Manuel,

        danke fürs antworten. Ich verstehe was du meinst.

        Was mach ich mit dem Umstand, dass mir andere oft egal sind bzw. mir die Gefühle der meisten anderen egal sind?
        (So empfinde ich derzeit… auch wenn das vielleicht assozial ist)
        Ist das nicht ein K.O.-Kriterium?

        Lg Chris

        • Manuel Fritsch
          Veröffentlicht am 06. April 2016 um 17:09 Uhr

          Lieber Chris,

          bevor ich meine Augen aufgemacht hatte, hatte ich auch keine Lust, irgendwem bei irgendwas zu helfen. Erst, als mich etwas persönlich herausgefordert hat, war es soweit – damals in Kaiserslautern war es die offensichtliche Angst und mangelnde Übung der meisten, vor einer Gruppe zu sprechen. Das nervte auch mich persönlich, weil viele Präsentationen bzw. Vorträge echt schlecht waren, ich sie mir aber in meinen Tutorien anhören musste. Da dachte ich mir: Da weißt du ja nun ganz genau, wie man das abstellen kann. Und so hatte ich einen guten Grund, debatING. zu gründen.

          Bis ich gefunden hatte, was als Engagement zu mir passt, hab ich mich also vermutlich genauso „egal“ gefühlt wie du. Ich musste auch erst finden, was zu mir passte, was mich berührt. Das letzte Mal war es so, als ich Erich Fromm, Die Kunst des Liebens gelesen hatte. Da war mir klar, was die Welt von mir braucht – dass ich mit meinen Erfahrungen und Fähigkeiten Move Meta gründen würde. Das war mein Ruf, zu meiner Berufung.

          Liebe Grüße
          Manuel

Dein Kommentar ist willkommen.

Du bist gut, so wie du bist. Werde Teil unserer Revolution.