Wie ich Menschen von Move Meta erzähle

11. Juni 2015

Bitte beachte: Ältere Artikel von mir können überholt sein. 1) Bis Februar 2017 ging ich davon aus, Liebe sei ausschließlich eine Tätigkeit. Ich glaubte, nur ich selbst könne meine Liebe machen. Heute weiß ich: Liebe ist und war zugleich immer schon da, und wird immer da sein, in mir und in der Welt. 2) Bis Juni 2017 hielt ich monogame Beziehungen für überholt und Polyamorie für das überlegene Modell. Heute weiß ich: Bevor ich mit vielen Frauen tiefe Beziehungen eingehen kann, muss ich es überhaupt erstmal mit einer Frau schaffen... 3) Bis August 2017 wollte ich alles an Menschen unterschiedslos annehmen. Heute weiß ich: Nicht alles ist Licht. Tief in uns kann es auch Muster geben, mit denen wir uns und anderen schaden und die es darum auszuschalten gilt. — Manuel

„Findest du, dass genug Liebe in der Welt ist? Und würdest du mir helfen, das zu ändern – selbst wenn du dabei ein zutiefst glücklicher, strahlender, von innen schöner Mensch würdest?“ So, ähnlich, oder ganz anders: Seit es Move Meta gibt, finde ich heraus, wie ich anderen davon erzählen kann. Meine fünf wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Zeit.

In den letzten Jahren habe ich über Liebe sowohl stundenlange Gespräche geführt, als auch manches „Aha. Und, magst du Fußball?“ kassiert. Am erstaunlichsten war, wie ich mit „Ich helfe Menschen, Liebe zu gewinnen“ eben noch das goldene Pappschild für den spannendsten Anhalter gewinnen konnte, während meine nächstneuere Erkenntnis „Ich helfe Menschen, sich selbst zu lieben“ zuverlässig ratloses Schweigen und den Wunsch nach seichtem Geplauder zu wecken schien.

Wer etwas Neues lernt, darf naturgemäß erst einmal herausfinden, wie es garantiert *nicht* gelingt. So auch ich, wo ich über Liebe spreche. Im Grunde versuche ich seit diesem einen Tag im Sommer 2013, an dem ich das mit der SelbstLiebe wirklich begriffen habe, meine eigene Sprache neu zu lernen. Wo bei „Liebe“ fast jeder reflexhaft ans Geliebtwerden denkt, an kindliches „Liebe kommt von anderen“ – wie mache ich da begreiflich, dass Liebe eine bewusste, innere Tätigkeit ist?

Wie Alan Watts es gesagt hat: Der einzige Weg, eine Kunst zu meistern, ist sich ihr wirklich zu widmen. Meine Kunst ist die Liebe – und Liebe heißt immer auch, Liebe (weiter) zu geben. Also nutze ich jede Gelegenheit, von mir, Move Meta und SelbstLiebe zu erzählen, meine Berufung zu leben, meine Kunst zu meistern und mich überhaupt klasse zu fühlen. So viel habe ich bis jetzt herausgefunden:

1. Ich lasse es liebevoll krachen. Wenn ich Menschen vom absoluten, unbedingten Guten erzählen will, sollte ich nach Möglichkeit klarmachen, dass es hier um die größte Sache aller Zeiten geht. Wenn ich bloß versuche, eventuell ein kleines bisschen Besser anzubieten, sofern es gerade nicht stört – werde ich auch so behandelt, als böte ich saure Gurken mit Schlagsahne feil. Ich darf meine Liebe zeigen: Sie ist das Gute!

2. Ich zeige Menschen immer ihren eigenen Vorteil. Der sicherste Weg, mir einen warmen Händedruck und die besten Wünsche für „mein Projekt“ – &%$§#!!! – zu sichern, ist vom Nutzen für *andere* zu schwärmen, oder Leuten mit Argumenten oder gar Logik zu kommen, warum Move Meta effektiv und effizient sei. Menschen wollen immer erstmal wissen, was es ihnen selbst bringt. Wer seinen Vorteil sehen kann, begeistert sich ganz von alleine.

3. Ich mache Liebe spürbar. Menschen erkennen sofort, was ich ausstrahle: Der größte Teil unserer Kommunikation findet nonverbal statt. Wenn ich also über Liebe rede, sollten meine Stimme und mein Körper auch Güte, Wärme und Herzlichkeit spüren lassen. Mein ganzes Wesen soll ausdrücken, was ich gerade in Worte fasse. Gelingt mir das nicht, sorge ich lieber erstmal dafür, dass ich meine Liebe wieder spüren kann. Vielleicht ist heute ein besserer Tag zum Schreiben?

4. Ich sage, was sich gut anfühlt. Ja, jeder ist für seine Gefühle selbst verantwortlich; doch das heißt im Zweifel nur, mir den Rücken zu kehren, wenn sich komisch anfühlt, was ich sage. Nehmen wir zum Beispiel die Idee der SelbstLiebe: Vor lauter Begeisterung konnte ich lange nicht nachempfinden, dass „sich selbst lieben“ für viele beim ersten Hören wohl so anfühlt, als käme einem ein Fremder zu nahe. (!) Zum Warmwerden biete ich darum erstmal „das eigene Leben lieben“ an.

5. Ich erzähle meine eigene Geschichte. 21 Jahre gymnasialer und akademischer Bildung hatten mein Denken derart gründlich versaut, dass ich volle drei Jahre brauchte, um mein inneres Lehrpersonal in die Schranken zu weisen. All die Zeit glaubte ich, ich müsste den Lehrer geben, damit Menschen von mir lernen – aber das war Quatsch. Wir lernen nicht über den Kopf, wir lernen über das Herz. Menschen lernen dann von mir, wenn ich mich aufrichtig zeige.

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2014 verbindet unsere Bewegung Menschen, die SelbstLiebe lernen wollen – eine aufregende, alles erschütternde Reise zu uns selbst. Über meinen eigenen Weg dorthin schreibe ich hier im Blog.

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