Mor­gen­du­sche in Glücks­ge­füh­len: Wie ich meine SelbstLiebe kickstarte

Morgendusche in Glücksgefühlen SelbstLiebe Selbstbestreichelung Move Meta

05. Juni 2016

Bitte beachte: Ältere Artikel von mir können überholt sein. 1) Bis Februar 2017 ging ich davon aus, Liebe sei ausschließlich eine Tätigkeit. Ich glaubte, nur ich selbst könne meine Liebe machen. Heute weiß ich: Liebe ist und war zugleich immer schon da, und wird immer da sein, in mir und in der Welt. 2) Bis Juni 2017 hielt ich monogame Beziehungen für überholt und Polyamorie für das überlegene Modell. Heute weiß ich: Bevor ich mit vielen Frauen tiefe Beziehungen eingehen kann, muss ich es überhaupt erstmal mit einer Frau schaffen... 3) Bis August 2017 wollte ich alles an Menschen unterschiedslos annehmen. Heute weiß ich: Nicht alles ist Licht. Tief in uns kann es auch Muster geben, mit denen wir uns und anderen schaden und die es darum auszuschalten gilt. — Manuel

Letzte Woche habe ich Irene besucht, die in Magdeburg unsere Gruppe gegründet hat. Dabei zeigte sie mir auch, wie sie ihren Tag beginnt, und ich machte mit. Sie startete mit einer Dankbarkeitsmeditation, worin sie alles Gute in ihrem Leben und auf der Welt Revue passieren ließ. Danach machte sie ein paar Muskeldehnungen aus dem Yoga. Das Beste für mich aber kam zum Schluss: Irene strich mit ihren Händen über ihren ganzen Körper, und gab sich damit eine komplette Bestreichelung. Das fand ich genial.

Bei der Meditation war es mir noch recht schwer gefallen, mich zu konzentrieren und Liebe zu spüren. Vielleicht, weil ich eben nur Irenes Meditation nachvollziehen wollte, anstatt selber darüber nachzusinnen, wofür *ich* dankbar sein könnte. So kam ich gar nicht so richtig in meine eigene SelbstLiebe hinein.

Die Dehnungsübungen fand ich dann eine schöne Abwechslung. Ich mache das selbst manchmal – wenn ich daran denke. Das heißt vor allem, wenn sich mein Rücken meldet. Normalerweise kann es mir allerdings gar nicht schnell genug gehen, wenn ich dann aufstehen mag (ich schlafe immer so lange ich will). Und so nehme ich mir für aufwändige Routinen oder Meditationen erfahrungsgemäß keine Zeit.

An diesem Tag aber wollte ich Irenes ganzes Programm mitmachen, bis zum Schluss. Und als sie begann, mit ihren Händen an ihrem Körper entlangzufahren (angezogen – für alle, die sich das gefragt haben), spürte ich schon vom bloßen Hinsehen, wie toll sich das anfühlen musste. Es klappte sofort auch bei mir.

Anders als bei der Meditation war ich nun körperlich aktiv, um einen spirituellen Effekt zu erzielen – (so viel zum Thema innere Haltung!) – immerhin aber mit sehr einfachen Mitteln, und auf eine gefühlsgeleitete, kreative Weise. Ich berührte mich, wo meine Hände gerade intuitiv hin wollten. So, wie ich auch sonst mit geliebten Menschen umgehe! Und so lange, wie ich es brauchte. Dabei reichte mir bereits eine Minute, um mich liebevoll zu fühlen. Das freut den effizienten BWLer in mir natürlich besonders!

Am Samstag bin ich dann zurückgetrampt, und am Sonntagmorgen nach dem Aufstehen habe ich gleich selbst meinen ganzen Körper bestreichelt. Das war ein toller Start in den Tag! Anders als bei Irene war ich diesmal nackt. Dadurch schien es mir noch ein wenig intensiver. Ich hatte sogar das Gefühl, dass mein Körper schon lange darauf gewartet hat. Deshalb will ich es nun regelmäßig tun. Gute Vorsätze halte ich selten durch, doch diese Übung ist so einfach und wirkungsvoll, dass ich mich von alleine daran erinnere.

Eine Woche ist mein Besuch bei Irene nun her. Jeden Morgen habe ich meine Selbstbestreichelung gemacht – und ich spüre, wie sie wirkt. Gestern früh war es z. B. schon um 6 Uhr soweit, als ich für eine Weile wach war. Als ich dann um neun zum zweiten Mal aufgewacht bin, fühlte ich mich gleich liebevoller als beim ersten Aufwachen. Seit ich denken kann, ist das morgens bei mir am schwersten! Und gerade deshalb ist mir außerdem aufgefallen, wie ich im Verlauf der Woche jeden Tag ein wenig glücklicher aufgewacht bin. Das sind ganz außerordentliche Entwicklungen. Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht…

Image: „Morning bell“ by narciss is licensed under CC BY 2.0.

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2013 lebe ich nach einem einzigen Satz: Ich bin gut, so wie ich bin. Heute liebe ich mein Leben. Bei Move Meta erzähle ich davon.

1 Kommentar
  • Katja
    Veröffentlicht am 13. Juni 2016 um 15:48 Uhr Antworten

    Lieber Manuel,
    diese Idee finde ich wirklich toll. Ich glaube ich weiß was ich morgen früh mache! Danke, dass Du das geteilt hast.
    Katja

    P.S.: „Dabei reichte mir bereits eine Minute, um mich liebevoll zu fühlen. Das freut den effizienten BWLer in mir natürlich besonders!“
    Dieser Kommentar erfreut den BWLer in mir mit einem freudigen Juchzer und nachwirkendem Amüsement.
    Gut geschrieben!

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