Werbung mit offenen Armen

01. Juni 2015

Bitte beachte: Ältere Artikel von mir können überholt sein. 1) Bis Februar 2017 ging ich davon aus, Liebe sei ausschließlich eine Tätigkeit. Ich glaubte, nur ich selbst könne meine Liebe machen. Heute weiß ich: Liebe ist und war zugleich immer schon da, und wird immer da sein, in mir und in der Welt. 2) Bis Juni 2017 hielt ich monogame Beziehungen für überholt und Polyamorie für das überlegene Modell. Heute weiß ich: Bevor ich mit vielen Frauen tiefe Beziehungen eingehen kann, muss ich es überhaupt erstmal mit einer Frau schaffen... 3) Bis August 2017 wollte ich alles an Menschen unterschiedslos annehmen. Heute weiß ich: Nicht alles ist Licht. Tief in uns kann es auch Muster geben, mit denen wir uns und anderen schaden und die es darum auszuschalten gilt. — Manuel

Vor zwei Jahren habe ich zum ersten Mal Free Hugs gegeben, auf dem Düsseldorfer Japan-Tag. Damals habe ich gelernt, dass ich tatsächlich Glück in mir „erzeugen“ kann, indem ich in meine Umarmungen richtig viel hineinlege. Dieses Jahr habe ich dort gelernt, wie ich Move Meta liebevoll bekannt mache: Mit offenen Armen, und einer unserer neuen Visitenkarten. Auch für meine Gruppe habe ich so schon prima Mitmacher gefunden. (Hi, L. & A.!)

Wie gewinne ich Menschen für das Gute – in einer Welt, wo wir überall das Schlechte wähnen? Wo das Urmisstrauen regiert und kein freundliches Hallo mehr zu uns durchdringt, weil wir schon so viel Müll abwehren mussten? Schlau, wie ich bin, bin ich extra auf den Japan-Tag gefahren, um dort all die wundervollen Free-Hugger anzusprechen, die schon von sich aus Liebe in die Welt bringen. Daneben wollte ich aber auch herausfinden, wie ich es überall sonst anstellen kann.

Meine ersten Versuche im Düsseldorfer Hauptbahnhof, unsere hübschen Kärtchen in willige Hände abzugeben, waren noch ziemlich frustrierend! Vor allem, weil dort kaum Free-Hugger zu finden waren. Als Zweckoptimist hatte mir vorher ausgemalt, dass das keinen Unterschied machen würde, da man mir die Karten sowieso aus den Händen reißen würde. Zu meiner Enttäuschung jedoch schienen die meisten keinerlei solche Absicht zu hegen, oder gar einen Bogen um mich zu machen. Ich hätte wohl auch selbst drauf kommen können: Wenn ich nicht weiß, was mich erwartet, mach ich es ja genauso. So ließ ich das bleiben, und machte mich mit den anderen auf den Weg zum Rhein.

Unterwegs fiel mir dann dieses Video ein, von dem Türken mit Augenbinde und ausgebreiteten Armen. Und da wurde mir klar: Jemandem eine Karte hinhalten, oder ein Giveaway – das kennen wir, das wird abgefendert. Aber sich mit offenen Armen und Free-Hugs-Schild hinstellen, das ist eine ganz andere Nummer. Nämlich genau die, um die es mir bei Move Meta geht: Vertrauen, Offenheit, Verbindung. Damit bringe ich aktiv Liebe in die Welt! Wer mich dann umarmt, gibt mir Liebe auch zur Antwort – und erlebt exakt, was bei uns Programm ist. Die perfekte Werbung!

Der zweite große Vorteil daran ist, dass es mich weniger Überwindung kostet und noch effektiver ist, als Leute direkt anzusprechen. Die Arme heben und lächeln ist alles, was ich tun muss. Den Rest macht der Betrachter in sich selbst! Meine ausgestreckten Arme berühren das Herz aller, die noch eins haben. Und wenn nicht, knackse ich wenigstens ihr düsteres Weltbild an. „Sieh an, dieser Fremde will mich tatsächlich *nicht* ausrauben und abmurksen. Erstaunlich!“

Wenn mich dann jemand umarmt hat, das habe ich in Düsseldorf auch begriffen, kann und darf ich eine herzliche Einladung rüberbringen, samt Karte. Früher hab ich mich damit schwer getan, aber mit den neuen Visitenkarten gelang mir das nach einiger Zeit prächtig. Ich habe Menschen z. B. gesagt, dass sie etwas Besonderes sind, weil sie gerade Liebe in die Welt gebracht haben. Und dass ich mich sehr freuen würde, sie für Move Meta zu gewinnen. Ehrliche Komplimente!

So habe ich den ganzen Tag immer wieder Leute aus dem Konzept gebracht und der Welt angeboten, was kein Werber zu bieten hat. Wer ohne Umarmung an mir vorbeilief, bekam zwar keine Karte, aber immerhin ein Lächeln. Auch wenn viele trotzdem lieber Zombie spielten… Ich nenne sowas positive Selbstselektion: Nur diejenigen, die auch ihr Herz öffnen wollen, lade ich entspannt zu uns ein – weil sie geben, und sich verbinden wollen. Die anderen voten sich selber raus.

Ein Video meiner Aktion ist derzeit noch in Arbeit! Am Ende des Tages ging ich dann aber wirklich zum Rhein, um alle Menschen in der berühmten Free-Hugs-Kette entlang des Ufers persönlich einzuladen. Das waren so ungefähr 1500. (Einige davon sind mittlerweile zu uns gestoßen, was mich sehr freut. Hallo ihr Hübschen!) Nur einen Fehler hab ich an dem Tag gemacht: 10.000 Visitenkarten mitzunehmen, wo schon 2000 mehr als genug gewesen wären… die 10kg waren zu schwer.

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2013 lebe ich nach einem einzigen Satz: Ich bin gut, so wie ich bin. Heute liebe ich mein Leben. Bei Move Meta erzähle ich davon.

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