Welcher eine Gedanke mir hilft, jeden Menschen zu lieben

19. Juli 2015

Bitte beachte: Ältere Artikel von mir können überholt sein. 1) Bis Februar 2017 ging ich davon aus, Liebe sei ausschließlich eine Tätigkeit. Ich glaubte, nur ich selbst könne meine Liebe machen. Heute weiß ich: Liebe ist und war zugleich immer schon da, und wird immer da sein, in mir und in der Welt. 2) Bis Juni 2017 hielt ich monogame Beziehungen für überholt und Polyamorie für das überlegene Modell. Heute weiß ich: Bevor ich mit vielen Frauen tiefe Beziehungen eingehen kann, muss ich es überhaupt erstmal mit einer Frau schaffen... 3) Bis August 2017 wollte ich alles an Menschen unterschiedslos annehmen. Heute weiß ich: Nicht alles ist Licht. Tief in uns kann es auch Muster geben, mit denen wir uns und anderen schaden und die es darum auszuschalten gilt. — Manuel

SelbstLiebe heißt, jeden lieben zu können. Denn Liebe ist eine Tätigkeit – und damit meine Entscheidung. Doch jeden lieben…? Für mich wäre das früher undenkbar gewesen. Die meisten Leute sind schließlich Arschlöcher, die andere wie Dreck behandeln und nur an ihren eigenen Vorteil denken. Oder? Heute begreife ich: So zu denken, ist meine Entscheidung – und kostet mich meine Liebe. Zu meinem Glück habe ich gelernt, wie ich es besser mache: Ich sehe in anderen das Kind.

Ich glaube, wir Erwachsenen machen uns keine rechte Vorstellung davon, wie es ist, Kind zu sein. Wir schwelgen in Erinnerungen, welch überaus glückliche Zeit das doch gewesen sei; und welch Verlust, dass sie schon vorüber ist! Dabei sind die wenigsten Kinder von spirituell reifen, wahrhaft liebenden Erwachsenen umgeben, von denen sie lernen könnten, Leben und Freiheit zu lieben. Was viele Erziehung nennen, sollte eher Dressur heißen („Sei, wie ich dich haben will“). Von den anderen Kindern ganz zu schweigen! Und selbst perfekte Eltern müssen ihren Kindern Grenzen setzen und sie zum Zahnarzt schleppen und all den anderen Kram.

Anstatt die Kindheit zu verklären, mache ich mir bewusst: Kindheit ist, im Allgemeinen, ein hartes Brot. Gerade am Anfang, wo wir „noch viel lernen“ müssen und das Wenigste zu bestimmen haben – und erst recht, wenn die Schule losgeht. Nicht wenige haben 18 Jahre und mehr von tief verdrängten, und darum im besten Wortsinne unaussprechlichen, Qualen hinter sich. Es ist deshalb kein Wunder, dass die übergroße Mehrheit danach durchs Leben geht wie kalte, tote Maschinen, denen bloß noch ihr eigenes Funktionieren Sicherheit und Selbstwert stiftet. Das grundlegende „Ich bin schlecht, so wie ich bin“ ist meist ein Urteil auf Lebenszeit.

Es ist allzu leicht, diese Menschen wie die Zombies zu behandeln, die sie zu sein scheinen. Auch ich habe das lange getan, und mich mit meinem bisschen Liebe als etwas Besseres gefühlt. Doch das ist nicht der Weg. Will ich für mich in Anspruch nehmen, ein liebevoller Mensch zu sein, so muss ich gelernt haben, noch hinter der gruseligsten Gesichtsmaske ein kleines, verletztes Kind zu sehen – und mich mit diesem Kind zu verbinden. Alles darunter ist noch keine Liebe.

Reife Liebe sieht nämlich über die eigene Egozentrik hinaus, was anderen fehlt. Wann immer wir im Leben gelernt haben: „Ich bin schlecht, so wie ich bin“, stoppt unsere spirituell-emotionale Entwicklung an genau dieser Stelle. Äußerlich werden wir erwachsen, doch im Inneren bleiben wir ein ein-, zwei-, fünfjähriges Kind. Gebrochen, von Eltern und System zum Funktionieren dressiert, frustriert in unser aller tiefstem Wunsch: Endlich gut zu sein, wie ich bin. Endlich, endlich, endlich.

Das ist der Gedanke, den ich meine: Hinter all den grauen Gesichtern und toten Augen, die mir täglich begegnen, verbergen sich kleine, traurige, wütende, ängstliche und vor allem verletzte Kinder. Nichts wünschen sie sich mehr, als dass endlich jemand kommt und sie spüren lässt: Du bist gut, so wie du bist. Damit sie endlich wieder spielen, lachen und sich des Lebens freuen können, und innen wieder zu wachsen beginnen – auch wenn sie außen schon lange groß sind.

Ich kann dieser Mensch sein, der anderen dieses unbezahlbare Geschenk macht. Ich kann ein kleines, zartes, liebenswertes Geschöpf sehen, weil ich es sehen *will* – und Kontakt zu diesem Kind aufnehmen, das so lange alleine und einsam war. Und das Beste: Dabei fühle ich mich richtig gut. Wie immer, wenn ich selbst liebe. Deswegen mache ich das ja alles! ~ Das Kind in anderen zu sehen, hilft mir also enorm, jeden anderen zu lieben. Hilft es dir genauso wie mir?

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2014 verbindet unsere Bewegung Menschen, die SelbstLiebe lernen wollen – eine aufregende, alles erschütternde Reise zu uns selbst. Über meinen eigenen Weg dorthin schreibe ich hier im Blog.

13 Kommentare
  • Nancy
    Veröffentlicht am 10:26h, 16 Oktober Antworten

    Hallo Manuel,

    ich sehe nicht direkt das Kind in jemanden. Ich sehe ihn als Mensch mit Erfahrungen, Prägungen und eigenen Beweggründen. Das zu wissen, hilft mir zu verstehen. Dadurch entsteht Verständnis und Mitgefühl und ich bringe demjenigen etwas Liebevolles entgegen. Aber das ist für mich nicht „die“ Liebe, auch wenn sie für mich vielfältig ausfallen kann.
    Das innere Kind in einem Menschen ist etwas sehr Intimes und Verletzbares. Jedoch liegt nicht jedem Menschen der Gedanke, er wäre nicht gut, so wie er ist als Brandmal auf der Seele. Diese Erfahrung, um seiner selbst willen geliebt zu werden, ist unbestreitbar wichtig. Aber nicht jedes innere Kind braucht das oder will das. Oder vielleicht wird es nicht als Dringendstes gebraucht. Ich denke, dass nicht nur Liebe einigen Menschen fehlt, sondern auch Vertrauen. Wobei Vertrauen geben wohl nicht so funktioniert, wie bei der Liebe.

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 12:33h, 16 Oktober Antworten

      Liebe Nancy,

      danke für deinen Kommentar! Wir beide tun im Grunde dasselbe: Wir lassen unseren Geist unserem Herzen helfen. Dabei ist es ganz egal, ob ich ein Kind sehen will, oder den Menschen mit all seinen Erfahrungen. Beides kann berührend und liebreizend sein.

      Zum Vertrauen: Vertrauen ist eine Tätigkeit, genauso wie Liebe. Ich habe das mal herausgefunden, als eine Frau mir erzählte, dass sie anderen Menschen (vor allem möglichen Freunden) immer Tests unterzieht und ihnen Fallen stellt, sodass sie ihre „Schlechtigkeit“ bzw. ihre Vertrauensunwürdigkeit unter Beweis stellen können. Ich sagte ihr: Du wirst immer das in Menschen sehen, was du sehen willst, und das aus ihnen herausholen, was du von Anfang an in sie hineingelegt hast.

      Je mehr ich jemandem vertraue, desto mehr wird derjenige sich bemühen, meinem Glauben gerecht zu werden – denn wir alle wollen eigentlich „gute“ Menschen sein, und es anderen beweisen. Aber der Mechanismus wirkt auch umgekehrt: Je mehr ich misstraue, desto mehr werden andere dafür sorgen, dass ich Recht behalte – auch, um es mir heimzuzahlen. Also sagte ich ihr: Wenn du willst, dass Menschen deinem Vertrauen gerecht werden, dann vertraue ihnen auch. Entscheide dich, aktiv zu vertrauen.

      Das ist also 1:1 das Gleiche wie in der Liebe auch. Ich kann mein Leben lang darauf warten, dass andere mir Liebe und Vertrauen schenken, oder ich kann begreifen: Liebe und Vertrauen sind beides Tätigkeiten, und beginnen daher immer in mir selbst. Liebe wie Vertrauen sind meine Entscheidung – sobald ich das einmal begriffen habe und „erwacht“ bin aus meinem kindlichen Glauben, die anderen seien für mich verantwortlich.

      Herzliche Grüße
      Manuel

      • Nancy
        Veröffentlicht am 13:27h, 16 Oktober Antworten

        Vertrauen ist doch nicht so einfach, wie es klingt. Klar kann ich mich entscheiden jedem bedingungslos zu vertrauen. Aber nicht immer geht die Rechnung auf, dass derjenige diesem Vertrauen gerecht wird. Allzu blindes Vertrauen halte ich für ungesund. Es kann gut gehen, aber es kann auch Enttäuschungen geben. Tiefgreifende Verletzungen. Meist ist genau dies der Grund, warum andere dieses Misstrauen entwickeln. Es ist in dem Sinne nicht unbegründet. Schade ist natürlich, wenn es so umfassend wird und keine Ausnahmen zulässt. So, dass auch keine anderen und positiven Erfahrungen entstehen können. Ähnlich wie bei dieser Frau. Und gerade weil jeder für sich selbst verantwortlich ist, finde ich es legitim, wenn Menschen eine gesunde Skepsis entwickeln oder haben. Was gesund ist kann relativ sein.
        Jemand, der keine positiven Erfahrungen sammeln konnte, was Vertrauen anbelangt, wird sich wohl schwer „einfach “ so entscheiden können, einfach zu vertrauen. Dazu bedarf es wahrscheinlich innerer Wandlungen und auch die Erfahrung, vertrauen zu können. Aber auch das entsteht nicht von heute auf morgen. Manch einer muss sich das Vertrauen eines Menschen erst (wieder) verdienen, weil er dessen Vertrauen z.B. missbraucht hat. Verzeihen geht mitunter auch nicht leicht von der Hand. Und es gibt auch Dinge, die unverzeihlich sind.
        Als Beispiel:, Eine Frau, mit einem 3-jährigen Kind ist allein erziehend. Nun lernt sie einen Mann kennen und lieben. Sie vertraut ihm, dass er fürsorglich mit ihrem Kind umgeht, wenn sie mal nicht dabei ist. Dann stellt sich heraus, dass er in ihrer Abwesenheit ihr Kind geschlagen hat. Sie hat ihm vertraut und dass nun das Problem des Misstrauens entstanden ist, ist für mich verständlich. Warum hat der Mann das getan hat, ist die Frage und ich kann mir Motive vorstellen, die für die Frau unverzeihlich sind. Damit möchte ich nicht sagen, dass ihr Vertrauen per se ein Fehler war, oder falsch von ihr. Aber aus Schutz des Kindes erscheint es mir völlig logisch, dass in diesem Punkt Vertrauen zu einem Problem wird und man vielleicht nicht einfach (wieder) vertrauen kann.

        • Manuel Fritsch
          Veröffentlicht am 13:46h, 16 Oktober

          Liebe Nancy,

          die Theorie ist für mich tatsächlich so einfach. Und mir persönlich fällt die Umsetzung auch recht leicht. Aber die Praxis mag natürlich für jeden anders aussehen! Darum halte ich es für sinnvoller, wenn wir hier nur von uns selbst sprechen, anstatt uns Beispiele auszudenken, wann Vertrauen nicht gerechtfertigt sei. Beispiele spiegeln nur wider, woran wir glauben; sie beweisen gar nichts.

          Eines ist jedenfalls tatsächlich nicht garantiert: Dass jemand anders meinem Vertrauen auch immer 100% gerecht wird. Kontrolle oder Vertrauen – ich kann nur eines von beiden haben. Ich persönlich finde Vertrauen viel entspannender, und bin bereit, ab und an derjenige zu sein, an dem jemand anders erst noch lernen muss, Vertrauen gerecht zu werden. Das gehört nämlich zum Vertrauen dazu: Wir geben anderen die Chance, an unserem Vertrauen zu wachsen.

          Klar: 100% Kontrolle erspart mir jede Eventualität. Nur wird eben auch das Leben unerträglich. Ein Bild dazu sind die geradezu stereotypen SUV-Fahrer, die mir beim Trampen immer wieder begegnen: Leblose, verbissene, verhärtete Gesichter, und ein Auto wie eine Burg, mit dem man andere Verkehrsteilnehmer einfach plattmachen kann. Das sind Menschen, die nicht vertrauen, sondern der Welt mit Angst begegnen und darum viel Sicherheit und Kontrolle brauchen. Deren Leben würde ich im Leben nicht leben wollen.

          Liebe Grüße
          Manuel

        • Nancy
          Veröffentlicht am 14:19h, 16 Oktober

          Lieber Manuel,

          das Beispiel ist leider ein reelles Beispiel aus meinem Bekanntenkreis. Es spiegelt nicht wieder, dass ich an die Brutalität glaube, sondern an die tiefe Liebe zu seinem eigenen Kind.
          Manch einer braucht vielleicht Kontrolle um vertrauen zu können. Wobei ich selber das echt heftig finden würde, wenn ich die Kontrolle bräuchte, um meinem Partner vertrauen zu können. Also im Sinne von ich würde ihn kontrollieren. Vertrauen und Kontrolle passt nicht.
          Es ist richtig, dass wir mit dem Vertrauen in andere oder in etwas eine Chance einräumen. Letztlich bleibt jedem überlassen, wie weit er das will oder kann.
          Bei den angesprochenen SUV-Fahrern glaube ich kaum, dass dem immer so ist.. Es sei denn du hast all diejenige beim Trampen gefragt. Außerdem weiß man über das Leben eines Menschen nur an Hand ihrer Erscheinung/ Äußerungen und der Automarke zu wenig, um über deren Leben zu urteilen. Ein bisschen mehr Fairness wünsche ich mir. Noch nicht mal, weil ich mich oder eine bekannte Person angegriffen oder verurteilt fühle. Sondern weil das ist meine Einstellung ist.

          Liebe Grüße
          Nancy

        • Manuel Fritsch
          Veröffentlicht am 19:22h, 16 Oktober

          Liebe Nancy,

          ich bezweifle nicht, dass es die schrecklichsten Dinge auf der Welt gibt. Und sie mögen uns prägen, und dazu führen, dass man seine Kinder schlägt oder sich nur noch in SUVs sicher fühlt. Das alles ändert nichts an der Sache: Ob ich vertraue oder nicht, ist immer meine Entscheidung.

          Mein Beispiel spiegelt natürlich auch nur meinen Glauben wider – und der ist, dass nur Leute SUVs brauchen, die das auch aus einem bestimmten Grund nötig haben. Menschen handeln immer nach Gefühlen, und von den vier Grundgefühlen die wir haben, scheint mir Angst die sinnvollste Begründung zu sein. Die anderen drei (Wut, Trauer, Freude) ergeben dafür nicht wirklich Sinn.

          Ein Urteil ist für mich etwas anderes, als zu sagen: Diese Menschen handeln im Innersten aus Angst. Das ist kein Urteil, sondern eine begründete Vermutung. Ein Urteil wäre für mich, wenn ich schriebe: Diese Menschen sind schlecht und böse.

          Liebe Grüße
          Manuel

        • Nancy
          Veröffentlicht am 10:58h, 17 Oktober

          Lieber Manuel,

          ich finde klare Äußerungen wie „Ich vermute … Mir erscheint … Ich nehme an …“ u.ä. als hilfreich, um solche Dispute zu verhindern. Ich hoffe, dass du auch bei SUV-Fahrern deinen einen Gedanken anwendest, der dir hilft jeden Menschen zu lieben. Und dass du ihnen nicht mit den anderen Grundgefühlen (es sind tatsächlich mehr als vier) wie Abneigung oder Gleichgültigkeit gegenüber trittst.

          Dass Menschen immer nach Gefühlen handeln, ausschließlich, bezweifle ich. Vielleicht meintest du es auch nicht ausschließlich. Wenn dem doch so ist, hoffe ich, dass du vielleicht in Betracht ziehen kannst, dass andere Motive bzw. Gedanken einen Menschen leiten können, die nicht mit seinen Gefühlen übereinstimmen.

          Liebe Grüße
          Nancy

        • Manuel Fritsch
          Veröffentlicht am 11:14h, 17 Oktober

          Liebe Nancy,

          das hoffe ich auch, dass mir das immer gelingt. Die Rahmung als Ich-Botschaft finde ich auch sehr wichtig, und übe sie teilweise noch…

          Zu den Grundgefühlen – die Zahl vier ist mir in der Vergangenheit mehrfach begegnet; auch als erste Aufspaltung in der emotionalen Entwicklung aus den „Ur-Gefühlen“ Lust und Unlust beim Neugeborenen. Die Grafik dazu ist mir immer noch vor Augen. Tatsächlich hat Ekman wohl sieben gefunden (Wikipedia). Danke für den Hinweis!

          Es gibt auf jeden Fall viele Gründe, warum Menschen handeln; aber dahinter erkenne ich immer nur einen: Sich gut fühlen wollen. Wenn nicht heute, dann morgen, oder übermorgen. Es mag Menschen geben, die anders handeln, aber sie wären die krasse Ausnahme – die Masse verhält sich da sehr vorhersehbar, weshalb Werbung ja auch so viel Macht über uns hat. Da werden inzwischen praktisch nur noch Gefühle angesprochen, und zwar mit durchschlagendem Erfolg (der es mir wiederum schwer macht, Menschen begreiflich zu machen: Sie müssen nichts kaufen, um glücklich zu sein). Das meine ich mit: Menschen handeln immer nach Gefühlen.

          Liebe Grüße
          Manuel

  • Nancy
    Veröffentlicht am 11:45h, 17 Oktober Antworten

    Lieber Manuel,

    ich wünsche mir, dass du offen für die Ausnahmen bleibst. Es gibt ja auch den Spruch „Keine Regel ohne Ausnahme“. Wir sind letztlich Individuen. Auch wenn wir zu eingefahrenen Denkweisen neigen können, so ist dies Gott sei Dank nicht unabänderlich.

    Liebe Grüße
    Nancy

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 12:05h, 17 Oktober Antworten

      Liebe Nancy,

      mir geht es darum, sichtbar zu machen, was uns alle vereint, weil es im Mensch-Sein selbst angelegt ist. Ein Mensch, der nicht danach strebt, sich gut zu fühlen (und sei es auch in der irrigen Annahme, seine Gewohnheiten wären dem zuträglich), ist für mich keine Ausnahme, sondern schlicht eine logische Absurdität. Denn Leben, das nicht leben und sich am Leben er*freuen* will – das ergibt keinen Sinn. Solches Leben kann sich nicht selbst erhalten und fortpflanzen, und löscht sich darum selbst aus. Leben strebt immer nach Freude, denn das ist unsere eingebaute Belohnung dafür, am Leben zu sein und auch zu bleiben.

      Liebe Grüße
      Manuel

  • Nancy
    Veröffentlicht am 13:40h, 17 Oktober Antworten

    Lieber Mauel,

    ich bestreite nicht, dass uns das Streben nach Freude und allen anderen guten Gefühlen vereint. Ich will nur auf Feinheiten hinweisen, die uns unterscheiden im Denken und Handeln. Damit nicht alles in der Masse verschwindet. Denn du gehörst ja auch nicht zur Masse der Menschen, die Dinge kaufen muss, um glücklich zu sein. Und du bist glücklicherweise auch nicht der einzige, der dies erkannt hat bzw. erkennen kann oder wird. Wenn diese Einsicht alle hätten, wäre vieles sicher anders. Aber so homogen sind wir nicht.

    Liebe Grüße
    Nancy

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 13:47h, 17 Oktober Antworten

      Liebe Nancy,

      dann vielleicht als Schlusswort, eines meiner Lieblingszitate, von Robert Benchley: „There are two kinds of people in the world: Those who divide everybody into two kinds of people, and those who don’t.“ (Es gibt zwei Sorten Menschen auf der Welt: Diejenigen, die alle in zwei Sorten von Menschen einteilen, und diejenigen, die es nicht tun.)

      Smile :)
      Manuel

  • Nancy
    Veröffentlicht am 14:11h, 17 Oktober Antworten

    Lieber Manuel,

    meine Schlussworte dazu sind: Ich finde mich in deinem Zitat nicht wieder. Muss ich ja auch nicht ;). Vielleicht finde ich mal eines für mich. Wie dem auch sei. Danke für den gedanklichen Austausch.

    Liebe Grüße
    Nancy

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