Was ist dein Reflex – Hass oder Liebe?

Prüfe dein Selbst - mit Fragen, die tief blicken lassen: Auf unser Denken, Handeln und Fühlen, und wer wir dadurch sind.

08. Januar 2015

Bitte beachte: Ältere Artikel von mir können überholt sein. 1) Bis Februar 2017 ging ich davon aus, Liebe sei ausschließlich eine Tätigkeit. Ich glaubte, nur ich selbst könne meine Liebe machen. Heute weiß ich: Liebe ist und war zugleich immer schon da, und wird immer da sein, in mir und in der Welt. 2) Bis Juni 2017 hielt ich monogame Beziehungen für überholt und Polyamorie für das überlegene Modell. Heute weiß ich: Bevor ich mit vielen Frauen tiefe Beziehungen eingehen kann, muss ich es überhaupt erstmal mit einer Frau schaffen... 3) Bis August 2017 wollte ich alles an Menschen unterschiedslos annehmen. Heute weiß ich: Nicht alles ist Licht. Tief in uns kann es auch Muster geben, mit denen wir uns und anderen schaden und die es darum auszuschalten gilt. — Manuel

Wieder ein Anschlag, wieder fließt Blut in einer westlichen Stadt. Wieder die vertrauten Reaktionen: Angst, Wut, Misstrauen. Wieder Rufe nach Rache und Strafe: also nach Hass und Gewalt, um Hass und Gewalt zu verringern. Mit Liebe antworten, kommt uns das in den Sinn? Die Kommentare unter den Medienmeldungen halten sich die Waage.

Was ist dein Reflex, wenn du von einem Anschlag hörst? Gehörst du auch zu den Menschen, die Gewalt am liebsten mit Gewalt vergelten, Motto: Der Zweck heiligt alle Mittel? Willst du Rache, sollen die „Schuldigen“ erbarmungslos gejagt und zur Strecke gebracht werden? Würdest du für die Todesstrafe stimmen, wollte man sie wieder einführen – so wie es Marine Le Pen in Frankreich vorschlägt? Oder wenigstens für härtere Strafen, wie sie die CSU per Beißreflex fordert? Ist das Problem damit dann gelöst, der Frieden endlich hergestellt?

Oder ist dein Reflex, mehr zu lieben? Zu stärken, was du in der Welt sehen willst, und in deinem Leben damit anzufangen? Vielleicht einmal mehr zu prüfen, wie du eigentlich denkst – über Menschen, die anders sind als du? Seien es nun Obdachlose, Manager, Muslime, Banker, Pädophile, Zeugen Jehovas…? Vielleicht einmal mehr zu prüfen, wie du eigentlich handelst – und was du damit in der Welt bewirkst, mit deinem ganz normalen Leben?

Was bist du für ein Boden, auf dem andere wachsen? Liebe ist eine innere Haltung, und eine Tätigkeit. Eine Umarmung für Fremde ist eine Möglichkeit, sie aktiv in die Welt zu geben. In Bochum haben wir gestern darum wieder Free Hugs verteilt. Die Mittel heiligen den Zweck. Und was wächst in deinem Boden?

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2014 verbindet unsere Bewegung Menschen, die SelbstLiebe lernen wollen – eine aufregende, alles erschütternde Reise zu uns selbst. Über meinen eigenen Weg dorthin schreibe ich hier im Blog.

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