Warum Move Meta gratis ist, und immer bleiben wird

06. Mai 2015

Bitte beachte: Ältere Artikel von mir können überholt sein. 1) Bis Februar 2017 ging ich davon aus, Liebe sei ausschließlich eine Tätigkeit. Ich glaubte, nur ich selbst könne meine Liebe machen. Heute weiß ich: Liebe ist und war zugleich immer schon da, und wird immer da sein, in mir und in der Welt. 2) Bis Juni 2017 hielt ich monogame Beziehungen für überholt und Polyamorie für das überlegene Modell. Heute weiß ich: Bevor ich mit vielen Frauen tiefe Beziehungen eingehen kann, muss ich es überhaupt erstmal mit einer Frau schaffen... 3) Bis August 2017 wollte ich alles an Menschen unterschiedslos annehmen. Heute weiß ich: Nicht alles ist Licht. Tief in uns kann es auch Muster geben, mit denen wir uns und anderen schaden und die es darum auszuschalten gilt. — Manuel

Move Meta hilft dabei, sich selber zu entwickeln. „Am Markt“ wird dafür viel Geld verlangt: Drei- bis vierstellige Summen sind die Regel, etwa für Seminare. Unsere Gruppen hingegen sind gratis; ansonsten teilen wir Kosten gerecht. Denn was wir tun, ist unbezahlbar – und muss es sein. Was so entsteht, ist schlicht unerhört.

Stell dir vor, ein Kind wird geboren. Gleich nach der Geburt hält ihm sein Vater einen Vertrag hin: „Unterzeichne hier, damit deine Nabelschnur durchtrennt wird. Kosten: 3500€, zahlbar sofort.“ Weil ihn das widerwillige Wesen bloß anbrüllt, legt er es erstmal bei der Mutter ab – worauf diese dem Kleinen einen Flyer reicht: „Täglich frische Milch: Bestelle unser Sparabo – nur 24,95€/Tag im Kombipaket mit Windelwechseln! P.S.: Keine Knete? Kredit erhältlich! Konditionen umseitig. Kein Widerruf.

Diese Vorstellung ist natürlich absurd. Wir alle wissen: Liebe kann man nicht kaufen. Der Versuch, sich etwa die elterliche Zuwendung vergüten zu lassen, entwertet diese Hingabe als handelbare, austauschbare Dienstleistung. Auch wenn mir sogar schon einmal erzählt wurde, jemandem sei zum 18. Geburtstag eine Rechnung präsentiert worden: „Ihr seid nicht meine Eltern!“ wäre noch eine höfliche Replik. Denn Liebe ist bedingungslos. Und zwar bedingungslos.

Eben diese Bedingungslosigkeit ist der Kern von Move Meta. Wir ermöglichen einander eine Erfahrung, die sich genauso anfühlt, wie bedingungslos geliebt zu werden: Weil es eben diese Erfahrung ist. Mein Beispiel verdeutlicht, was passierte, wenn wir dafür Eintritt nähmen. Es zeigt zugleich, was wir wenigstens bei Move Meta aufrecht erhalten müssen, wenn diese Idee überall sonst schon ausgestorben ist. Was wir anbieten, kann nur geschenkt werden, sonst ist es wertlos.

Unser gesamtes Konzept liegt damit eine logische (Meta!-)Ebene vor jedem „Training“. Bevor ich im Leben nämlich ir-gend-etwas lieben oder leisten kann, MUSS ich zuerst gelernt haben: Ich bin gut, so wie ich bin. Bedingungslos. Ein Kind stirbt ohne dieses Geschenk – und dem inneren Kind vieler Erwachsener würde der teuerste Defibrillator nicht helfen. Erst, indem wir geben, ohne etwas zurückerwarten, schlagen Herzen bis zum Hals! Was wir so einfach spürbar machen, dass jedes Kind es versteht, hat kein bezahlter Trainer der Welt im Programm. Selbst wenn er Buddhas unbefleckt empfangene Wiedergeburt persönlich wäre.

Als ich all das verstanden hatte, konnte ich übrigens zum ersten Mal sehen, wie schön unsere Welt sein könnte… und wie lächerlich und pervers sie heute ist. Für Geld tun Menschen alles, vom Coaching über Drogenhandel bis zum Waffenverkauf. Geld kennt keine Moral! Und eben darum bin ich überzeugt, dass wir vor einem gigantischen Kulturwandel stehen.

Bei Move Meta beenden wir das Prinzip von Leistung und Gegenleistung, und fangen an, bedingungslos zu geben – um bedingungslos Freude zu spüren. Nicht, weil es „richtiger“ wäre, sondern weil es sich besser anfühlt. Dieser Revolution leisten wir jetzt gemeinsam Starthilfe. Danach wird sie sich fortpflanzen, mit zunehmender Geschwindigkeit. Da bin ich gewiss, denn wenn ich etwas über Menschen weiß, dann: Freude ändert alles.

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2013 lebe ich nach einem einzigen Satz: Ich bin gut, so wie ich bin. Heute liebe ich mein Leben. Bei Move Meta erzähle ich davon.

2 Kommentare
  • Connie
    Veröffentlicht am 25. Oktober 2016 um 14:44 Uhr Antworten

    Liebender Manuel,

    mensch kann in dieser Welt nicht nur bedingungslos geben – mensch muß sich auch erlauben, bedingungslos zu empfangen.

    Erwarte (nicht: fordere) vom Leben das Allerbeste und nimm es freudig an (Annehmen ist ebenfalls gelebte Liebe).

    Schlimmer noch als nichts geschenkt zu bekommen fühlt es sich manchmal an, wenn die eigenen Geschenke zurückgewiesen werden.

    Es geht um den freien Fluß – aber bitte in alle Richtungen!

    In Liebe
    Connie

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 25. Oktober 2016 um 22:11 Uhr Antworten

      Liebe Connie,

      hier kann ich dir leider nicht folgen. Bei der blanken Existenz endet für mich das Reich der Spiritualität, und beginnt für mich die Herrschaft der körperlichen, materiellen Bedürfnisse. Wenn ein Staat zwar einerseits nicht in einer Klimazone liegt, wo man das Obst das ganze Jahr lang vom Baum pflücken kann, aber andererseits auch kein allgemeines Grundeinkommen/Grundversorgung existiert – heißt: die gemeinsame Wertschöpfung nicht gerecht aufgeteilt wird: Da werde ich sicherlich nicht auf der Straße knien, bis mir die Almosen in die Bettelschale geworfen werden.

      Mir steht eine unserer Klimazone angemessene, würdige Existenzgrundlage zu, weil ich Mensch und Bürger dieses Staates bin, und diese fordere ich mit aller Konsequenz ein. So viel weiß ich dann doch über die Macht: Sie teilt freiwillig nur zu ihren Gunsten, nicht zu meinen. Und das heißt, dass ich für mich einstehen muss, wenn ich etwas haben will. Ich gehe aufs Amt und fordere, was mir zusteht – um dafür sorgen zu können, dass eines Tages keiner mehr fordern muss, um leben zu können. So weit ist die Welt aber jetzt noch nicht, und es wäre für mich allzu blauäugig, mir diesen Zustand bloß herbeizuwünschen und abzuwarten.

      Auf den Trümmern dieser lieblosen Welt bauen wir eine neue Welt, voll Liebe, und dafür ziehe ich mir aus den Trümmern, was ich dafür brauche.

      Alles Liebe
      Manuel

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