Warum ich mich bei Move Meta nackt mache

23. Mai 2015

Bitte beachte: Ältere Artikel von mir können überholt sein. 1) Bis Februar 2017 ging ich davon aus, Liebe sei ausschließlich eine Tätigkeit. Ich glaubte, nur ich selbst könne meine Liebe machen. Heute weiß ich: Liebe ist und war zugleich immer schon da, und wird immer da sein, in mir und in der Welt. 2) Bis Juni 2017 hielt ich monogame Beziehungen für überholt und Polyamorie für das überlegene Modell. Heute weiß ich: Bevor ich mit vielen Frauen tiefe Beziehungen eingehen kann, muss ich es überhaupt erstmal mit einer Frau schaffen... 3) Bis August 2017 wollte ich alles an Menschen unterschiedslos annehmen. Heute weiß ich: Nicht alles ist Licht. Tief in uns kann es auch Muster geben, mit denen wir uns und anderen schaden und die es darum auszuschalten gilt. — Manuel

Es ist schon faszinierend. Da freue ich mich wochenlang über meine schlaue Idee, einen Online-„Kurs“ anzubieten – und hinterher merke ich, was für ein blöder Einfall das doch war. Ein unterschwelliges „von oben herab“ schreckt mich selbst auch immer ab. Was mich im Netz mitreißt, ist etwas ganz anderes: Eine echte Geschichte; erzählt von jemandem, der sie selbst erlebt (hat). Darum gibt es bei uns keinen „Kurs“ mehr – sondern stattdessen: Mich & uns!

Move Meta ist mein geistiges Kind. Seit ich diese Bewegung gegründet habe, wollte ich so tun, als seien wir im Grunde schon längst die große Meta-Bewegung, die mir dabei vorschwebt. Das ist natürlich Quatsch – wir sind meilenweit davon entfernt. Wir fangen gerade erst an, das Laufen zu lernen, und was wir dabei brauchen, ist jemand, von dem wir abschauen können. Jemand, der halt losgeht. Was wir lernen, schauen Menschen fast immer voneinander ab.

Mich hinter Move Meta zu verstecken – um unbedingt den Eindruck zu vermeiden, ich wolle mich in den Vordergrund drängen: Das war vielleicht der größte Fehler, seit unsere Bewegung zur Welt gekommen ist. Ja, ich bin nun einmal ihr (geistiger) Vater, und ein Vater sollte seinem Nachwuchs Vorbild sein. So gibt man Kultur weiter, schon immer; und wir erschaffen ja sogar eine ganz neue Kultur. Das Modell „abwesender Erzeuger“ taugt da gar nicht, vor allem als Singlepapa.

Darum stelle ich mich ab sofort oben auf der Startseite vor. Ich will zeigen, wer ich bin und warum diese Bewegung mir so wichtig ist. Außerdem erfahren alle neuen Abonnenten als Vorspiel zu ihrem Willkommenspaket, welche kritischen Schritte ich persönlich meistern musste, bevor ich mich selbst lieben konnte. Denn aufrichtige Ich-Botschaften sind die einzige akzeptable Form, um Liebe (weiter) zu geben. Was hier für alle anderen gilt, das gilt auch für mich selbst.

Zum Glück gibt es immer mehr Menschen, die mein Kind adoptieren und mit mir wachsen lassen. Euch allen vielen Dank, die ihre Geschichte mit uns teilen (und sich bei uns einsetzen und neue Gruppen mit uns gründen…). Ich hoffe, auch ich bekomme das hin, hier im Blog „echte“ Texte zu schreiben, und nicht mehr so viel rundgeschliffenes Zeug. Das wird echt eine Herausforderung…

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2014 verbindet unsere Bewegung Menschen, die SelbstLiebe lernen wollen – eine aufregende, alles erschütternde Reise zu uns selbst. Über meinen eigenen Weg dorthin schreibe ich hier im Blog.

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