Jenny aus Berlin: Liebe ist die Antwort

02. April 2015

Es fühlt sich toll an…
Es ist ein Wahnsinns-Gefühl innerer Zufriedenheit, von Stärke und Vertrauen – soo versöhnend mit mir selbst und der Welt. Ich kann es schon seit einer Woche spüren – mal stärker mal weniger stark – und auch davor war es immer schon mal in bestimmten Momenten da.

Wenn ich dieses Gefühl in mir habe, fühle ich mich versöhnt mit dem Moment, mit allem, was kommen mag und mit allen Menschen – auch denen, die ich sonst nicht mag. Ich fühle mich ein bisschen, wie ein behütetes Baby in einer Wiege sich fühlen muss: unendlich friedvoll. Einfach gigantisch.

… und ich kann gar nicht genau sagen, woher es kam. Wohl aus einem Mix verschiedener Impulse.
Manuel und Move Meta kennen zu lernen war sicherlich einer davon. Aber auch viele andere Menschen haben mich immer wieder angeregt mich zu öffnen, mal in anderen Bahnen zu denken, mich mit der Welt zu befrieden.

Ich musste eine Reihe von Dingen in meinem Leben ändern und habe mich auf die Suche nach meinen Bedürfnissen und Ängsten gemacht. Ich habe viele Fragen gestellt und Antworten in mich aufgenommen, die sich für mich richtig anfühlten. Ich habe zunächst im Verstand versucht allen zu vergeben, die mich in diesem Leben beleidigt und schlecht behandelt haben. Ich habe aufgehört mich selbst schlecht zu behandeln (etwa, weil es die Gesellschaft so vorgibt oder weil ich es so verinnerlicht hatte) – aber ich merke, ich habe emotional noch längst nicht alles vergeben.

Dennoch: Stetig übt sich – und ich konnte dadurch schon jetzt in bestimmten Momenten erfahren: Liebe – das heißt, mich selbst und den anderen komplett annehmen und schätzen, wie er gerade ist, wie ich gerade bin – das ist ein tolles Gefühl. Liebe ist in diesen Momenten bedingungslos – im Grunde die Akzeptanz und Annahme des Lebens selbst. Es gibt keine Wertung, im Sinne von „… gut“ und „… schlecht“. Das macht mich sicher und von innen stark.

Die veränderte Wahrnehmung hat mich in Harmonie gebracht. Sie gibt mir das innerste Vertrauen, dass ich das, was ich gerne mache auch tatsächlich machen kann. Warum sollten es andere besser können als ich? Das Gefühl gibt mir Kraft an mich und meine Fähigkeiten zu glauben, auch wenn das erste Ergebnis nicht so traumhaft aussieht. Es gibt mir Mut zum Nicht-perfekt-Sein – im Job, in Beziehungen, beim Sex – und erlaubt mir so sein zu dürfen, wie ich es gerade als wahr empfinde.

Aber es gab auch emotional sehr schwierige Momente und es wird auch immer wieder solche geben. Ich musste mir aus Selbstliebe eingestehen, dass ich bestimmte Beziehungen zu vertrauten Menschen lockern will. Denn sie sind gerade nicht das, was ich in meinem Inneren brauche. Ich behalte aus Liebe meine Energie bei mir – denn Liebe ist kein Zwang zur Partnerschaft oder zu Freundschaften und familiären Gepflogenheiten, die mir nicht gut tun – sondern Liebe bedeutet für mich Freiheit. Und das bedeute auch jeden geliebten Menschen seine (manchmal auch schmerzlichen) Erfahrungen machen zu lassen.

Heraus kam für mich folgender Spruch der Wertschätzung:
Ich bin ein toller Mensch und brauche ihn nicht, um glücklich zu sein.
Er ist ein toller Mensch und braucht mich nicht, um glücklich zu sein.
Ich bin ein toller Mensch und brauche sie nicht, um glücklich zu sein.
Sie ist ein toller Mensch und braucht mich nicht, um glücklich zu sein.
usw.

Zunächst klingt das hart und arg trennend. Nachdem ich es für mich nicht nur rationalisiert und teils akzeptiert hatte – sondern auch in Bezug meine verflossene große Liebe, auf meine Chefin, meine Freundinnen… nachfühlen konnte, konnte ich all diesen Personen wieder völlig offen und mit liebender Wertschätzung gegenübertreten. Das war ein ganz anderes Gefühl – ohne Zwang, ganz frei und ohne mich verbiegen zu müssen.

Ich bin nicht verantwortlich für andere und sie nicht für mich. Aber wenn ich ein inneres Bedürfnis habe, in diesem Job oder mit Freunden zu sein – dann gehe ich es an – und lebe – und teile. Zumindest mit denen, die sich auch schon von vielen Zwängen und verkrampften Erwartungshaltungen befreit haben.

Das alles ist mir im „Trial & Error“-Prinzip über die letzten 2 Jahre für mich klar geworden: Indem ich immer wieder versucht habe, in Liebe und im Bewusstsein über meine Gefühle in bestimmte Situationen zu gehen und diese zu hinterfragen.

Auslöser für meinen Bewusstseinswandel war, dass ich mich mit meinem Leben unwohl gefühlt habe. Ich war überfordert vom Erwartungsdruck anderer und meinen eigenen Ansprüchen. Ich habe die Glückliche gespielt, aber schreckliche Angst gehabt wahre Gefühlsregungen zu zeigen.
So konnte es nicht weitergehen, und das hat mich für neue Erfahrungen bereit gemacht. Die größte Lebenskrise ist so zu meiner großen Chance geworden. Ich bin all jenen dankbar, die mir Impulse zum Lieben gaben. Denn lange Zeit hatte ich keine Ahnung, wer und was mich in dieser Situation retten kann.

Heute zieren viele bunte Zettel meine Wohnung. Darauf steht z.B. „Was auch immer die aktuelle Frage deines Lebens ist: LIEBE IST DIE ANTWORT!“ (Doreen Beska)
Was das wirklich bedeutet konnte ich anfangs nur erahnen und nun endlich kann ich es – zumindest seit einigen Tagen – tief in meinem Herzen und in meiner Bauchgrube fühlen. Es ist anders! und ändert alles.

Ich bin froh, dass ich all das heute so sehe und wünsche es euch auch.

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