Kim McMillen feat. Charlie Chaplin – Selbstliebe

20. Januar 2015

Das Gedicht „Selbstliebe“ von Kim McMillen, irrtümlicherweise Charlie Chaplin zugeschrieben (danke an Olaf Hantl für die Aufklärung). Die für mich schönsten Worte für Selbstliebe.

AUTHENTICITY
Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, daß Seelenschmerz und emotionales Leiden nur Warnzeichen sind dafür, daß ich entgegen meiner eigenen Wahrheit lebe. Heute weiß ich, das ist „AUTHENTISCH SEIN“.


RESPECT
Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, wie sehr es jemanden beeinträchtigen kann, wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzuzwingen, auch wenn ich eigentlich weiß, daß der Zeitpunkt nicht stimmt und dieser Mensch nicht dazu bereit ist – und das gilt auch, wenn dieser Mensch ich selber bin. Heute nenne ich das „RESPEKT“.


MATURITY
Als ich mich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und ich konnte sehen, daß alles , was mich umgibt, mich einlädt zu wachsen. Heute nenne ich dies „REIFE“.


SELF-CONFIDENCE
Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, daß ich mich in allen Umständen stets zur rechten Zeit am richtigen Ort befinde und alles genau zum richtigen Zeitpunkt geschieht. Von da konnte ich gelassen sein. Heute nenne ich dies „SELBST-VERTRAUEN“.


SIMPLICITY
Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich es sein lassen, mir meine eigene Zeit zu stehlen, und ich hörte auf, große Zukunftsprojekte zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Freude bereitet und mich glücklich macht, Dinge, die ich gerne tue und die mein Herz zum Lachen bringen – und ich tue sie auf meine Weise und in meinem Rhythmus. Heute nenne ich das „EINFACHHEIT“.


LOVE OF ONESELF
Als ich mich selbst zu lieben begann, befreite ich mich von allem, was nicht gesund ist für mich – Nahrung, Menschen, Dinge, Situationen – und von allem, was mich herunterzieht und mich von mir wegzieht. Erst nannte ich diese Haltung einen „GESUNDEN EGOISMUS“. Heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.


MODESTY
Als ich mich selbst zu lieben begann, ließ ich es sein, immer recht haben zu wollen, und seitdem habe ich mich viel weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist MÄSSIGUNG (wahre BESCHEIDENHEIT).


FULFILLMENT
Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiterhin in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur für diesen Augenblick, wo ALLES stattfindet. Heute lebe ich jeden Tag einfach nur Tag für Tag, und ich nenne es ERFÜLLUNG.


WISDOM OF THE HEART
Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, daß mein Denken mich verstören, unruhig und krank machen kann. Doch als ich es mit meinem Herzen verbunden hatte, wurde mein Verstand ein wertvoller Verbündeter. Diese Verbindung nenne ich heute WEISHEIT DES HERZENS.


LIFE
Wir brauchen uns nicht länger fürchten vor Argumenten, Konfrontationen oder vor jeglicher Art von Problemen mit uns selbst oder mit anderen. Selbst Sterne stoßen zusammen, und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren. Heute weiß ich, das ist „Leben“!


Charlie Chaplin, an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959 Kim McMillen, in der Übersetzung von Wolfgang Zeitler (Quelle).

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta. Seit 2013 lebe ich nach einem einzigen Satz: Ich bin gut, so wie ich bin. Heute liebe ich mein Leben. Bei Move Meta erzähle ich davon.

5 Kommentare
  • Manuel Fritsch
    Veröffentlicht am 20. Januar 2015 um 16:30 Uhr Antworten

    Oh, und falls ihr jetzt denselben Gedanken habt, wie ich ihn damals hatte: Nein, Chaplin hat sich seine bedingungslose Selbstliebe eben *nicht* durch seine vorherigen, außerordentlichen Leistungen „verdient“. Das ist Sklavendenken. Er hätte womöglich dieselben und noch bessere Filme gedreht, hätte er die Chance gehabt, sich von Anfang an restlos anzunehmen und somit seine volle Kreativität=Schöpferkraft zu entfalten. Und selbst, wenn er stattdessen Buchhalter geworden wäre – er wäre trotzdem bedingungslos okay gewesen.

  • Olaf Hantl
    Veröffentlicht am 26. April 2015 um 20:54 Uhr Antworten

    Charlie Chaplin
    an seinem 70. Geburtstag
    16. April 1959

    Der englische Text ist im Internet überall identisch zu finden, die deutschen „Übersetzungen“ hingegen sind äußerst vielfältig, phantasievoll und widersprüchlich. W.Z.

    Die Originalverse entstanden kurz vor dem Tod der amerikanischen Autorin Kim McMillen 1996. Das Büchlein mit dem Titel: “When I Loved Myself Enough” wurde 2001 von deren Tochter Alison in englischer Sprache veröffentlicht. Zwei Jahre später, 2003, von einem brasilianischen Verlag (Sextante) ins portugiesische übersetzt und in Brasilien veröffentlicht. Ende 2003, ein Auszug der Verse – das was man heute als „Charlie Chaplin Geburtstagsgedicht“ kennt, von einem unbekannten brasilianischen Autor erweitert, von Dritten, Chaplin zugeschrieben und von Chaplin Fans in den Umlauf gebracht. Diese neue „überarbeitete“ Version wurde um 2008/09 ins deutsche “Selbstliebe” und englische “As i began to love myself” zurückübersetzt und geistert seither als “Pseudepigraphie” durch das Internet. (O.H.)

    Ich bin jedem dankbar, der es der wahren Urheberin zuschreibt und Herrn Chaplin, der damit nicht das geringste zu tun hat, entlastet.

    Vielen Dank!

    Hier (im nächsten Link) findet ihr zwei Texte in portugiesischer Sprache – nur den ersten, können wir guten Gewissens einem Verfasser, nämlich Kim McMillen zuordnen.

    Der zweite, ist eine “(Ver)fälschung”, aus der alle anderen im Netz befindlichen englischen und deutschen, Kim McMillen oder Charlie Chaplin, zugeschriebenen Fassungen, hervorgegangen sind.

    http://pensador.uol.com.br/autor/kim_e_alison_mcmillen/

    Der Autor (evtl. jemand vom Verlag) hat den Text modifiziert und anschließend wieder Kim McMillen zugeschrieben – ich könnte mir gut vorstellen, dass es die Lektorin des brasilianischen Verlages “Sextante” gewesen war.

    Der Text nach der Devise entstanden ist: “Wir können es noch besser” oder: “dann verkauft es sich noch besser”.

    “Inspiration, Wahrheit und Schönheit – sind für mich nur greifbar, wenn sie authentisch sind.” by O.H.

    https://www.youtube.com/watch?v=m8SboGMfhrc

    … dieses Charlie Chaplin Gedicht, bzw. seine nie so gehaltene Rede, ist das genaue Gegenteil (spricht mich nicht mehr an).

    Man kann sich noch so sehr bemühen und danach suchen – es gibt keinen Weg zurück.
    Den Blick stets nach vorne gerichtet – mit einem erstrebenswerten Ziel vor Augen, dass nenne ich Glück!

    – Olaf Hantl –

    Grüße aus Mainatten

    Quando me amei de verdade, comecei a me livrar de tudo que não fosse saudável. Isso quer dizer: pessoas, tarefas, crenças e – qualquer coisa que me pusesse pra baixo. Minha razão chamou isso de egoismo. Mas hoje eu sei que é amor-próprio.

    When I loved myself enough, I began leaving whatever wasn’t healthy. This meant people, jobs, my own beliefs and habits — anything that kept me small. My judgement called it disloyal. Now I see it as self-loving.

    For many years I lived with a guarded heart. I did not know how to extend love and compassion to myself. In my fortieth year that began changing. As I grew to love all of who I am, life started changing in beautiful and mysterious ways. My heart softened and I began to see through very different eyes. My commitment to follow this calling grew strong and in the process a divine intelligence came to guide my life. I believe this ever-present resource is grace, and is available to us all. For the past twelve years I have been learning to recognize and accept this gift. Cultivating love and compassion for myself made it possible. The following steps are uniquely mine. Yours will look different. But I do hope mine give voice to a hunger you may share. Kim McMillen

    Kleines Extra von einem, der sich auch heute noch dreht

    https://www.youtube.com/watch?v=5ifwosS68pg

    und vermutlich bis in alle Ewigkeit weiterdrehen wird.

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 26. April 2015 um 21:15 Uhr Antworten

      Lieber Olaf,

      wow, danke für die Informationen! Es scheint, dass du dir aus dem Geraderücken der Unwahrheit eine Mission gemacht hast – ich mag das :)

      Alles Liebe
      Manuel

  • Olaf Hantl
    Veröffentlicht am 27. April 2015 um 19:15 Uhr Antworten

    Hallo Manuel,

    ich danke Dir – da werden sich Kim und ihre Tochter Alison, sicherlich sehr darüber freuen!

    http://www.myinnerspaceblog.com/2012/01/17/when-i-loved-myself-enough-by-kim-mcmillen/

    https://www.youtube.com/watch?v=62oby83NtGw

    Viele Grüße

    Olaf

  • Olaf Hantl
    Veröffentlicht am 28. April 2015 um 02:32 Uhr Antworten

    Für Deine portugiesisch sprechenden Freunde.

    http://www.portaleducacao.com.br/Artigo/Imprimir/53685

    Das „erweiterte“ Gedicht oben – hier im Original (die Quelle) – Auszüge aus Kim McMillens Buch.

    http://www.bing.com/translator/

    http://www.inricristo.org.br/index.php/pt/curiosidades/informativos-culturais/533-quando-me-amei-de-verdade

    Ist leider auch nur die Hälfte … zum Vergleichen mit den englischen Versen (Link im vorherigen Posting) dürfte es ausreichen.

    Wozu? Ob in purtugiesisch oder englisch … ist doch vollkommen gleich.

    Liebe ist in alle Sprachen der Welt dieselbe.

    Oder mit anderen Worten:

    Die wahre Liebe ist eine Konstante des Universums.

    Die wahre Liebe, wird von allen Menschen – in gleicher Intensität und Fülle erfahren.

    Eine gefälschte oder verfälschte … (siehe das Gedicht oben) nur in dem Umfang, wie diese es dem einzelnen Betrachter wiedergibt.

    Du findest Dieses Gedicht schön? „schöne Worte“ dafür kann man sich nichts kaufen.

    Ich finde das Buch von Kim „liebenswert“.

    Das könnt ihr Euch bei ebay oder Amazon kaufen.

    Dieses und eine Million andere.

    Ob es der Sache dienlich ist?

    Wohl kaum.

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