Zuschriften unserer Leser & Mitmacher


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Gabriela, 54

Wie komme ich auf den Weg zur Selbstliebe, was ist mein Weg, wie erreiche ich es oder wie erkenne ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin? Was ist meine Selbstliebe, was macht mich wahrhaftig zu mir selbst, in dieser Liebe, die ich bin? Was ist wichtig für mich, um in meiner Selbstliebe zu sein und vor allem auch zu bleiben? Fragen über Fragen….

Ich gehe zurück, zum Anbeginn der Zeit, als ich geboren wurde in meine Familie. Meine Mutter, mein Vater, was war da, was war wirklich da, bevor sich alles in das normale Leben begab? Was brachte ich mit, bevor ich verändert wurde und mich verändern ließ?

Meine Liebe, die ich so in den anderen Menschen wahrnahm, war so überwältigend, dass ich nur einfach glücklich war, wieder hier auf der Erde sein zu dürfen. Ja, dieses Gefühl war es ganz am Anfang noch. Ich weiß es heute noch. Mit allem verbunden zu sein, ein Eins-Sein mit allem was ist.

Dann merkte ich die Traurigkeit meiner Mutter, die Überforderung meines Vaters, die Kinder wurden immer mehr. Da begann ich etwas zu übernehmen, was nicht meine Aufgabe war, aber ich hatte es mir vorgenommen, hier in diesem Leben. Es ist schön, dass ich dieses jetzt so leicht schreiben kann, in diesem Gewahr-Sein, dass es so richtig war, wie ich aufgewachsen bin.

Meine tiefe Liebe zu allem was ist – aus meinem tiefsten Inneren heraus – war nicht mehr wahr-nehm-bar. Dieses Gefühl war jedoch für mich lebensnotwendig und so lernte ich diese Liebe im Außen zu geben, mit aller Kraft, mit aller Anstrengung immer und immer wieder. Ich ging von mir fort, nur dieser Liebe wegen für die anderen. Vieles tat ich dafür, vieles.

Die Jahre gingen ins Land, ich wurde erwachsen, gründete meine eigene Familie, gebar meine Tochter und gab immer nach außen die Liebe. Was jedoch fatal war, ich spürte es nicht mehr, ich funktionierte. Meine Tochter war der größte Rebell als Spiegel meiner Selbst. Es war teilweise zum Kotzen, lieber unehrlich, lieber verratend und abweisend zu mir, als nur ein Zugeständnis von Gefühlen. Nein auf keinen Fall, nur nicht Gefühle zeigen.

Belehrend vorplappern, wie andere es machen sollten, damit es ihnen gut ginge: Das konnte ich sehr gut. Nur nicht bei meiner Tochter, diese durchschaute mich und war verdammt ehrlich. Es dauerte lang, bis ich dies begriff. Oh ja, sehr lang. 2008, unsere Tochter war ausgezogen, da kam dieses Gefühl endlich hoch. Was mach ich da, wie funktioniere ich, wer bin ich, was bin ich wirklich? Was will ich denn überhaupt? Mit 44 Jahren wusste ich es nicht. Zu allem sagte ich „Toll!“ und „Das macht ihr super!“, und zu mir gab es nicht einmal ein Gefühl.

So ging ich 2009 einfach fort, hinterließ eine lang gelebte Ehe, die für mich ein Funktionieren war in dem, was der Mann sich wünschte. Natürlich spürte auch er immer wieder, dass es mich nicht gab, dass ich ihn zwar in allem unterstützte, jedoch keine eigene Vorstellung und Wünsche hatte. Das Funktionieren konnte ich gut, dass hatte ich bereits als kleines Mädchen gelernt. An meiner Seite 4 Brüder und eine Schwester, für die ich der Sonnenschein war.

Nun begann endlich der Weg – er war sehr schmerzvoll. Der Körper zeigte dies durch viele Jahre Rückenschmerzen. Alles holte mich ein, endlich spürte ich es in meinem Körper, endlich. Ich begann herauszufinden, welche Farben ich liebte, welchen Duft, welches Möbelstück in das Zimmer kam und welches nicht. Es begann alles ganz neu, ganz spürbar und es dauerte seine Zeit. Freude/innen kamen und gingen, das Alleinsein wurde mein Freund und der Wechsel zwischen Rückzug und mich zeigen und da sein bekam ein natürliches Verhältnis.

Mich immer wahrhaftiger zu zeigen – anfänglich noch schroff und abweisend (denn ich musste mein Reich verteidigen, musste zeigen, wo die Grenzen sind) war ein Prozess des Werdens. Die Welt um mich veränderte sich immer mehr. Die Menschen, denen ich begegnete und die mit mir gingen und gehen, waren wie ich, ehrlich, offen und spürend. Nicht als etwas, das im Außen gespielt, gezeigt werden musste, sondern aus dem tiefsten Herzen heraus. Ich erkannte, dass nur ich mich ändern und annehmen kann, so wie ich bin, nur ich. So beobachtete ich meine Welt.

In meinen täglichen Begegnungen, Beziehungen erkenne ich JETZT mich. Bin ich ehrlich, bin ich wahrhaftig geblieben, habe ich mich von mir selbst entfernt? Wenn ja, warum mach ich es noch? Immer noch Angst, Schmerz da? Es ist spannend zu erkennen, dass mein Tag ein Abbild meines Selbst ist. In meinem Umfeld gehe ich in Resonanz meines Inneren. Das heißt, dass alles was im Außen da ist, mein Inneres ist. Kann das wirklich sein? Ist das wahr? Wenn es so ist, kann ich es wirklich als mein Eigenes annehme, vor allem wenn es Un-Geduld, Wut, Neid und vieles ist. Ich sage Ja auch zu diesem und lächele vor mich hin.

Ich erkenne in meiner Beobachtung die Gedanken, die mich im Kopf schnell etwas analysieren lassen, in Schubladen stecken und so bereits aus meinem Erlebten etwas Bewertendes machen, obwohl ich mich doch nicht einmal darauf eingelassen hatte. So wird diese vorsichtige, kritische und immer wissende Stimme in mir langsam immer ruhiger. Denn ich sehe sie nicht mehr als Wahrheit an.

So ist ein tiefes Gefühl des Friedens in mich gekommen. Ich bin mir meines Selbst bewusst geworden. Auch durch das tiefere bewusste Ein- und Ausatmen in mir. Indem ich mein Inneres verändere, passt sich mein Äußeres an. Dies hat zu einer ganz neuen Wahrnehmung meiner Welt, meines täglichen Erlebens geführt. Es wird ruhig in mir, denn so wie ich bin, bin ich richtig. Dieses Ur-Gefühl, das ich spürte, als ich herkam, das Eins-Sein und Verbundensein ist wieder spürbar.

Ein Beispiel: Ich gehe mit unserem Hund spazieren. Allein, wie er losgeht, ob neugierig, aufgeregt, unruhig oder gelassen er ist, spiegelt mir meine Stimmung. Ich nehme eine innere Haltung ein, schaffe durch bewussten ruhigen Atem Ordnung in mir, und: Der Spaziergang mit dem Hund verändert sich.

Das Gleiche ist mit uns Menschen zueinander. Wie ist mein Gegenüber, wie verhält er sich? Kann ich mir Zeit nehmen, dies wahrzunehmen oder reagiere ich sofort und rede, rede, rede? Eine Form der Unsicherheit, die ich sehr gut an mir kenne. OK, ich rede jetzt nicht, sondern bin interessiert, wartend was sich zeigt, mir sagen will. Ich bin gar nicht mehr so wichtig.

Ich bin die Veränderung meiner Welt, denn ich bin das Leben, was ich denke, fühle und zum Ausdruck bringe.

Tobias, 28

Guten Morgen!
Ich habe eben einen Beitrag über dich auf Sat.1 gesehen. Ich finde es wirklich toll, dass es Menschen wie dich gibt, die sehen, dass Geld allein nicht alles im Leben ist. Kommentare wie „du bekommst Ressourcen ohne was geleistet zu haben“ kann ich nicht nachvollziehen. Ich stehe voll und ganz hinter deinem Tun. Mach weiter so und lass dich nicht unterkriegen. Unser System ist zum Scheitern verurteilt und das werden auch die blinden Schaffenden irgendwann verstehen.

Felix, 21

Lieber Manuel,

ich bin sehr dankbar, dass es Move Meta gibt; dass es dich gibt und dass es Caro gibt! Ich war gestern zum zweiten Mal in der Leipziger Gruppe dabei und es bedeutet mir sehr viel, Teil davon sein zu dürfen. In mir gerät zur Zeit einiges in Gang, unter anderem ausgelöst durch die Move Meta Gruppe, den wunderbaren Rahmen, den sie schafft. In der Begegnung mit anderen entdecke ich mich selbst. Ich entdecke viel Liebe in mir und diese Liebe wird so viel größer, wenn ich mich anderen Menschen öffnen und meine Liebe zeigen darf. Ich bin bisher sehr häufig als verschlossener und schüchterner Mensch aufgetreten. Mir bedeutet diese Öffnung viel.

Sehr gerne würde ich auch einmal zu einem der Treffen in Bochum kommen.

Liebe Grüße aus Weimar und danke für dein Sein,
Felix

Frank, 59

Lieber Manuel,

ich habe heute recht viel Zeit damit verbracht, mich durch die unterschiedlichen Beiträge auf der Move Meta Seite zu klicken und vieles gelesen, teilweise auch nur überflogen. Alles sehr spannend. Gratuliere Dir zu dem, was Du da ins Leben gerufen hast. Und danke dafür im Namen all derer, die UNS schon gefunden haben und auch derer, denen diese befreiende Erfahrung noch bevor steht. :-)

Ganz besonders möchte ich noch den Artikel zum Grundeinkommen ansprechen. Das Thema ist/war für mich auch bislang noch sehr schwierig. Doch Dein Artikel ist echt super und er hat meinen Blickwinkel sehr positiv verändert. Die Logik, mit der Du die Zusammenhänge beschreibst ist bestechend und überzeugend zugleich!!

Auch möchte ich meine Aussage (was ja am Samstag bei Dir noch eher ein Eindruck war) noch einmal bestärken: Ich bin angekommen. Move Meta ist tatsächlich das, was ich schon lange gesucht habe!! DAS WEISS ICH JETZT GANZ GENAU!! Ich freu mich sehr darauf, wie es weitergeht und kann es kaum erwarten wieder mit Leuten aus unserem Netzwerk zusammen zu treffen.

Alles Liebe und schlaf gut
Frank

Meine Geschichte zu SelbstLiebe und Grundeinkommen

Was in dem Artikel zum BGE von Manuel zu den beiden großen Themen unseres Lebens, die Liebe und die Angst, beschrieben wird, kann ich nur bestätigen. Ich habe es genau so in meinem Leben erfahren. Schon als Kind war ich sehr darum bemüht, anderen immer alles recht zu machen. Aus Angst vor Zurückweisung tat ich das, was man von mir erwartete.

Diese Grundhaltung hat mein Leben auch als Erwachsener noch viele lange Jahre hindurch geprägt. Ich liebte mich nicht, denn ich war nicht gut genug, so wie ich war. Im Focus meiner Bemühungen standen die anderen. Ihr Wohlwollen und Ihre Anerkennung wollte ich mir verdienen. Meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse blieben auf der Strecke. Meine Haltung zum Leben hat nicht nur Auswirkungen auf mein Privatleben gehabt, sondern auch mein Berufsleben negativ beeinflusst. Und vor allen Dingen stand sie meinem eigenen Glück im Weg.

Zwar habe ich regelmäßig Pläne gemacht, sogar schriftlich, in denen ich fixierte, was ich mir für mein Leben wünschte. Doch Umsetzung dieser Wünsche scheiterte immer wieder an demselben Problem. Das, was ich wirklich wollte, erlaubte ich mir nicht. Früher habe ich erst dann etwas für mich getan, wenn alles andere erledigt war und alle anderen zufrieden waren: also praktisch nie.

Meine Glaubenssätze und meine innere Einstellung zu mir ließen es nicht zu, dass ich mich um meine tiefsten Wünsche und Bedürfnisse kümmerte. Und tat ich es doch mal, ganz vorsichtig, eher versuchsweise, dann folgten auf dem Fuß regelmäßig Probleme und Schwierigkeiten und ich beschloss, dass es besser ist weiter zu funktionieren und die Erwartungen der anderen zu erfüllen.

Mit diesem ungesunden Lebenskonzept erlitt ich dann auch Schiffbruch. Zunächst wirtschaftlich. Doch das reichte immer noch nicht für eine Neuorientierung. Ein weiteres Problem, unter dem ich über Jahre in unterschiedlicher Ausprägung litt, waren Rückenbeschwerden. Dazu kamen dann auch noch andere körperliche Symptome.

Unter diesem Druck passierte dann eines Tages etwas, was für die meisten Menschen vermutlich banal klingt, doch für mich war es ein sehr großer Schritt: Ich begann, mich ernst zu nehmen, indem ich mich im Fitness-Studio anmeldete. Ich begann etwas für mich zu tun, ohne zu fragen, was andere davon hielten.

Tatsächlich war das die entscheidende Veränderung, der Wendepunkt in meinem Leben. Mit diesem Schritt vollzog ich endlich praktisch, was ich theoretisch schon sehr lange gewusst hatte; ja, was ich anderen Menschen sogar des öfteren geraten hatte. Ich begann mich selber zu lieben. Und zwar bedingungslos!! Es reichte nicht, dass ich wusste, wie wichtig das ist. Es war absolut notwendig, dass ich es in die Tat umsetzte. Bewusst und entschlossen.

Was dann in meinem Leben passierte, war unglaublich. Auf einmal wurde Realität, was ich in meine Zielplanungen geschrieben hatte. Meine Gesundheit, meine Beziehungen zu anderen Menschen, meine beruflichen Gegebenheiten, die wirtschaftliche Situation – alles veränderte sich schlagartig.

Seit ich mich ernst nehme, für mich sorge, mich LIEBE, hat sich in meinem Leben alles wie von Zauberhand verändert. Dinge, um die ich mich früher so unendlich bemüht hatte, um die ich gekämpft hatte, sind auf einmal Realität. Und es ging ganz leicht. Ich habe den Satz – „Nichts ändert sich, bis man sich selbst ändert. Und dann ändert sich alles.“ – in meinem eigenen Leben buchstäblich erlebt.

Meine Erfahrung, die ich hier beschrieben habe, passt für mich absolut zu dem Gedanken des Grundeinkommens. Vielleicht stelle ich diese Idee in meinem Denken nur in einen etwas größeren Zusammenhang. Sicher ist Hartz IV eine gute Möglichkeit für ein gesichertes Grundeinkommen, aber nicht die einzige. Ich habe gelernt dem Leben wirklich zu vertrauen, mich restlos und ohne Bedingungen auf das Leben einzulassen und aktiv meinen Weg zu gehen und meinem Herzen zu folgen. Und ich erlebe täglich, dass „ES“ für mich sorgt.

Das große Geheimnis ist tatsächlich die Liebe, die Liebe zu mir selbst!! Und dann als zweites die Liebe zu anderen Menschen. Das ist der Weg, auf dem wir alles erreichen, was wir uns wünschen. Mühelos und ohne Angst. Das Leben ist großartig, wenn wir uns liebevoll darauf einlassen.

Miro, 31

Vielen Dank Manuel!
Seitdem ich heute Mittag auf deine/eure Webseite gestoßen bin und einige Texte gelesen und verlinkte Videos geguckt habe, habe ich bereits einige Male vor (Vor-)Freude und Sehnsucht geweint und sogar einmal über mein momentanes Dasein lachen können, zeitweise wieder das Feuer und die Liebe in meinem Herzen gespürt. Das ist mir in den letzten Wochen, geschweige denn Jahren seltenst passiert/gelungen. Auch wenn ich es im tatsächlichen Kontakt im Park gerade noch nicht durchhalten konnte, gelangen mir doch wieder einige angenehme Blickkontakte. Ich danke dir dafür und bin gespannt, was die nächsten Teile [des Vorspiels] sein werden.
Herzliche Grüße,
Miro

Anne, 20

Lieber Manuel,

danke, dass ich gestern dabei sein durfte.
Anfangs war es schwierig für mich, weil ich euch noch überhaupt nicht kannte und sehr unsicher war, später war es wie bei Freunden zu Besuch zu sein. Ich finde ihr seid alle total liebe, aufrichtige Menschen und ich habe es sehr genossen, euch zuzuhören. Und ich danke euch für die tollen Umarmungen. Da ich dir gerade schreibe, danke insbesondere auch für deine Umarmungen. Die waren wunderschön. :)
Wenn ich wieder in der Hood bin, besuche ich dich/euch gerne noch einmal.
Bis dahin alles Liebe und Gute. Ich hab euch gern.

Ich muss dir nochmal ein Kompliment machen. Teil 6 [des M² Vorspiels] ist unglaublich. Ich finde, du hast das nicht nur absolut logisch und nachvollziehbar geschrieben, sondern auch so schön formuliert, das war richtig schön zu lesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Menschen deine Einstellung nicht verstehen können, weil sie alle in festen Beziehungen leben und das für das einzig Wahre halten. Aber ich sehe das seit ein paar Jahren ähnlich wie du und habe festgestellt, dass solch eine Einstellung einfach wunderbar entspannt ist. Eifersucht zehrt so sehr an den Kräften, das muss einfach nicht sein.

Chris, 30

Hallo lieber Manuel,

ich möchte gerne einige Zeilen zu meinen Erfahrungen mit Move Meta schreiben. Du darfst diese gerne verwenden. Es sind jetzt zwei Texte geworden:

1. Die Geschichte, wie ich zu Move Meta gekommen bin. (Ohne Vorgeschichte, warum ich überhaupt offen und bereit dafür war.)
2. Allgemeine Erkenntnisse aus meinen Erfahrungen zu Akzeptanz und Annahme bei Move Meta.

Wie ich zu Move Meta gekommen bin

Ein Freund von mir, den ich in der Zeit meiner Friedensdemos in Magdeburg kennengelernt habe, hatte mich im Februar 2016 auf einen kostenlosen Meditationskurs aufmerksam gemacht. An einem Montag fuhr ich mit meinem Rennrad los, zum Tai Chi Center Magdeburg, wo der Kurs stattfinden sollte. Ich fuhr auf der falschen Straßenseite (links) auf dem Fußgängerweg und mir viel ein Plakat auf, dass an einem Straßenlaternenpfahl aufgehangen war. Es war pink und es stand etwas von Selbstliebe und Annahme drauf und es stand der Satz: „Du bist gut so, wie Du bist.“ geschrieben. Das hat mich angesprochen.

Das Plakat hat eine Veranstaltung von Move Meta in Magdeburg noch aus dem vergangenen Jahr (Dezember) beworben. Es stand eine Adresse und eine Telefonnummer und der Name Irene auf dem Plakat geschrieben. Außerdem gab es einen QR-Code. Also zückte ich mein Smartphone und schaute mir die Webseite von Move Meta an. Weil ich nicht schon bei meinem ersten Besuch des Meditationskurses zu spät kommen wollte, fuhr ich schon mal wieder los, eine Hand am Lenker, eine Hand am Smartphone.

Ich überflog die Internetseite mit heller Begeisterung. An der nächsten Kreuzung entschloss ich mich dazu, das Smartphone lieber wieder in die Hosentasche zu stecken, auf die richtige Straßenseite zu wechseln und mich später, wenn ich wieder zu Hause sein sollte, intensiver mit der Webseite von Move Meta zu befassen.

Beim Meditationskurs traf ich meine Freunde B., S. und C. und noch einige andere neue Leute, die ich bis dahin noch nicht kannte. Es gab eine kleine Vorstellungsrunde. Jeder sagte kurz was zu sich, wie man heißt und welche Erfahrungen man schon mit Meditation gesammelt hatte. Eine Teilnehmerin sagte, sie wäre Irene. Ich saß hinter ihr auf einem Kissen und dachte mir: Na sowas, das ist doch nicht etwa die gleiche Irene, deren Name ich zuvor auf diesem Move Meta-Plakat gesehen hatte? Das wäre ja ein ganz schöner „Zufall“. Nein, wieso sollte sie das sein?.

Dann war der Gedanke wieder weg. Der Kurs war jedenfalls sehr interessant. Wir sangen Mantren und meditierten in Stille. Am Ende des Kurses bin ich noch mit den Jungs zu S. gegangen und wir hatten noch einen schönen Abend. Am nächsten Tag bin ich auf die Internetseite von Move Meta gegangen und habe Manuel eine Mail geschrieben. Er hat mir nochmal die E-Mail-Adresse von Irene aus Magdeburg geschickt. Ich schrieb Irene eine Mail und fragte, ob sie die Irene aus dem Meditationskurs wäre. Und tatsächlich, sie war es natürlich. Wie sollte es auch anders sein? Magdeburg ist schließlich ein Dorf!

Mein erstes Move Meta-Treffen in Magdeburg habe ich dann erst am 27.05.2016, also etwa 3 Monate später gehabt. Ich war freudig überrascht als ich Manuel, Irene und C. kennenlernen durfte. Als ich Manuel ansah und ihn nochmal ansah und die herzliche Umarmung bei der Begrüßung spürte, fragte ich, ob er der Manuel aus Bochum, der Begründer von Move Meta wäre. Und wie soll es auch anders sein? Er war es. Ich hatte einen wunderbaren, angenehmen und interessanten Abend, der der Beginn einer Reihe von wunderbaren Erfahrungen werden sollte…

2. Allgemeine Erkenntnisse aus meinen Erfahrungen zu Akzeptanz und Annahme bei Move Meta

Akzeptanz und Annahme: Ich akzeptiere mich, die Welt, die Wirklichkeit mit allen schönen und schlechten Seiten.

Das schreibt sich so leicht dahin. Ich habe durch Irene erkannt, dass vor der Annahme und der Akzeptanz das Erkennen kommen muss. Der erste Schritt ist, mir gewahr zu werden, dass da überhaupt etwas ist, dass ich (nicht) annehmen/erkennen möchte. Ich habe festgestellt, dass bei mir bestimmte destruktive Denkmuster oder Verhaltensweisen „einfach so“ unbewusst ablaufen. Aber diese Unbewusstheit macht das Erkennen gerade unmöglich.

Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Das destruktive Denkmuster wird durch ganz bestimmte Situationen oder Sinneseindrücke ausgelöst. Die damit verbundenen negativen Gefühle oder körperlichen Beschwerden unterdrücke ich im Alltag, weil ich diese Dinge nicht haben und nicht zeigen möchte. Ich habe Angst, mich mit diesen Gefühlen/Beschwerden intensiv auseinander zu setzen, sie authentisch zu fühlen und meine Gefühlswelt meiner Umgebung zu offenbaren.

Ich habe Angst, mein Herz mir und der Welt zu öffnen, weil ich ja vielleicht verletzt werden könnte oder weil die (negativen) Gefühle noch stärker werden könnten. Unbewusst oder bewusst unterdrücke ich das destruktive Denkmuster. Mir ist weder das Denkmuster klar, noch der auslösende Umgebungsreiz oder die Situation, in der das Denkmuster abläuft. Je häufiger dieser Prozess der Unterdrückung abläuft, desto effektiver wird die Unterdrückung.

Wie habe ich also mein destruktives Denkmuster erkannt? Folgende Punkte waren dabei im Nachhinein für mich wichtig:

1. Ein Raum, in dem ich mein Herz öffnen, meine Gefühle offenbaren und darauf vertrauen kann, dass diese akzeptiert und angenommen werden. Das Herz wird versorgt, gestreichelt und ermutigt, sich zu öffnen.

2. Der Wunsch oder das Bedürfnis, bestimmten (negativen) Gefühlen oder körperlichen Beschwerden nachzuspüren. Gibt es ein unangenehmes Gefühl? Wo sitzt es? Wann erscheint es? Wann gab es dieses in der Vergangenheit? Heute, gestern, letzte Woche, letztes Jahr, vor 10 Jahren…?

3. Eine oder mehrere Personen, die einem dabei helfen, das Denkmuster oder die körperlichen Beschwerden zu finden und die Situationen zu identifizieren, die Anlass oder Ursache dafür sind. Dies kann durch Gespräche, Interviews, Fragen, Feedback, Rollenspiele oder einfach nur durch Zuhören geschehen. So erkenne ich mich selbst im anderen, wie es mir allein nicht möglich wäre. Es fällt mir leichter, Fehler oder Macken bei anderen zu sehen, als bei mir selbst. So nehme ich an, dass auch andere vielleicht meine eigenen Macken besser erkennen als ich selbst und dass sie mich liebevoll auf meine blinden Flecken aufmerksam machen können.

4. Entwicklung einer Strategie, Hausaufgaben, Übungen zur Achtsamkeit und zur Loslösung von dem erkannten, destruktiven Muster. Manchmal ist das gar nicht nötig und das Muster löst sich von alleine auf in dem Moment, wo es erkannt wird. Manchmal braucht es etwas mehr Übung.

Durch Move Meta mit Irene in Magdeburg konnte ich diese Erfahrungen sammeln. Ich danke euch, Irene und Manuel, von ganzem Herzen und bin gespannt, wohin die Reise weitergeht.

Einige Bücher und Artikel von Eckart Tolle, Friedemann Schulz von Thun, Paul Watzlawick, Marshall B. Rosenberg und Heinz von Förster habe ich als sehr hilfreich für das Verstehen und Formulieren der Erkenntnisse und Ziele von Move Meta empfunden.

Ich möchte Dir, Manuel, noch nachträglich zum Geburtstag gratulieren. Du bist gut so, wie du bist! Danke für Deine Gabe!

Liebe Grüße
Chris

Kevin, 38

Ein nie zuvor gekanntes Gefühl totaler Freiheit stellte sich bei mir ein, als ich erkannte, dass meine Zufriedenheit nicht von äußeren Faktoren wie Besitz, Erfolg oder Status/Stellung beruht (in Betrieb, Gesellschaft, Partei, Verein oder welcher Gruppierung auch immer) und ich sie ungeachtet der Umstände jederzeit empfinden kann, ohne Zutun oder Zustimmung anderer.

Natürlich ist diese Zufriedenheit (noch) kein Dauerzustand, auch ich lasse mich von Rückschlägen und Anfeindungen manchmal demoralisieren. Aber diese Episoden werden immer kürzer, denn ich erinnere mich schnell daran, dass mich anderer Leute Meinung/Sichtweise nur beeinflussen kann, wenn ich es zulasse.

Solange ich mich selbst liebe, habe ich alles, was ich brauche und strahle es auch auf andere ab. Ob es nun mitbekommen/angenommen/erwidert wird oder nicht, ist völlig unbeduetend, allein die positive Ausstrahlung/Liebe zu empfinden und zu vermitteln macht so frei und vollkommen, dass keine Bestätigung von außerhalb mehr nötig ist… Ich werde diesen Weg weitergehen und bin gespannt, wohin er mich noch führt.

Esther, 56

Ich mache nichts falsch, denn ich handle nach meiner Wahrheit.
Wenn mein Gegenüber damit nicht zurecht kommt, ist es sein Problem. (Regel der Essener)

Danach pflege ich mich auszurichten, denn ich befand mich seit meiner Geburt in einem zutiefst manipulativen Umfeld, wo Schuld und Bestrafung, Gut und Böse, Lieb und Frech, Brav und Ungehorsam, Gescheit und Dumm… gelobt und bestraft wurde und Gehorsam auf sehr autoritäre Art gefordert und durchgesetzt wurde.

Meine ersten 25 Lebensjahre habe ich mehr Gewalt und Missbrauch, Demütigung, Strafe und Verletzung erlebt, als ich ertragen konnte. Meine Mutter war Deutsche von Geburt und wuchs im Nürnberg des zweiten Weltkrieges streng katholisch auf. Ihre Kriegstraumatisierungen wurden in den Keller verbannt und bis heute nie therapeutisch verarbeitet. Ihre Gewalterfahrungen trafen mit aller Wucht jene, die angeblich nicht so waren, wie sie sich das gewünscht hatte (meinen Bruder und mich). Mit all den Erfahrungen von Angst und Schrecken im Blut und Nervensystem, wurde meine Mutter selber Mutter und gabe all die unerlösten Gefühle und Emotionen an ihren Nachwuchs weiter.

Heute bin ich 56, selbst Mutter, habe Jahre lang als Sozialpädagogin mit traumatisierten, verwahrlosten, verletzten, beeinträchtigten, missbrauchten… Kindern und Jugendlichen gearbeitet, die Schweres durchgemacht hatten. Ich bin in der Lage, all das was mich geprägt hat aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Nichtsdestotrotz, fühle ich mich rasch angegriffen und zur Schnecke gemacht, sodass manchmal Reaktionen kommen, die nicht so leicht nachvollziehbar erscheinen.

Lieblosigkeit und Liebe ist mir beides wohlbekannt, und heute fühle ich sehr viel Liebe in mir.
Liebe fällt mir schwer in Worte zu fassen, jedoch einfach und leicht direkt und natürlich auszudrücken.
Solange ich mich verteidigen musste, war da Angst und Wut, heute ist da viel Mitgefühl und durchwegs Wohlwollen.
Es ist die gelebte Liebe im Alltag, die für mich unendlichen Wert hat und dafür gehe und stehe ich.

Andreas, 42

Hi Jenny,

ich fand unser Treffen gestern auch richtig gut. Mich hat das sehr bewegt, denn ich habe es noch nie erlebt, dass zwischen Menschen, die sich noch nie begegnet sind so schnell so viel Nähe und Vertrauen entsteht. Du hast die Gruppe ganz hervorragend geleitet. Ich merke, das liegt dir und du hast eine Begabung dafür.

Cary, 22

Meine Geschichte beinhaltet viele dunkle Seiten. Denn im Leben wurde ich des Öfteren auf ziemlich unterschiedliche Arten und Weisen missbraucht. Dazu zählt der Verstoß von meiner kompletten Familie, wo mir nicht nur verbal deutlich gemacht wurde, dass ich nichts wert sei und mich doch an meine Umgebung anzupassen habe. Aber auch zahlreiche Leute aus meiner Umgebung und Schule, die mich runtergemacht und stark gemobbt haben, wo sogar meine engsten Freunde, mit denen ich häufig unterwegs war, mitgemacht haben.

Zu dieser Zeit war mein Leben in jeder Hinsicht die Hölle. Und im Abitur kamen, neben dem familiären Stress, sowie mit Freunden und Bekannten, auch noch haufenweise schlechte Noten dazu. Trotzdem haben mich häufig Mitschüler gefragt, warum ich immer so glücklich sei, da ich wirklich immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. Doch ich wusste nun durch diese Vielzahl von wirklich schlechten Charakteren, die ich kennengelernt habe, dass ich nicht so sein möchte.

So habe ich es mir zur Aufgabe gemacht jeden Menschen gleich zu behandeln und auf meine Umgebung zu achten. Ein Mitschüler, der mich häufig beleidigt hat, hat sich im Nachhinein sogar bei mir für sein Verhalten entschuldigt. Ich nehme an dies kam auch nur daher, weil ich alle Personen, egal was sie von mir halten, höflich und freundlich behandle.

Ich denke, wenn jeder Mensch nur ein wenig auf seine Umgebung achten würde, könnte man so viel Leid verhindern, was dazu beträgt, dass die Menschen nicht skrupellos und unfreundlich werden. Gleichzeitig bestärkt man sich gegenseitig auf seine Umgebung zu achten und bedingungslos zu sein, was wiederum zum eigenen und dem Glück anderer beträgt. Quasi ein Dominoeffekt. So hoffe ich sehr, dass die Hilfe, die ich meiner Umgebung geboten habe und biete, zeitlos ist und vielleicht sogar den einen oder anderen wirklich weiterbringt.

Nach den Berichten über diese Bewegung scheint sie den gleichen Weg zu verfolgen. Den Menschen eine Stütze ohne Gegenleistung zu bieten. In einer Welt, wo sich eigentlich nur noch wenige Menschen für ihre Umgebung interessieren, da sie selbst immer darauf schauen müssen nicht im Nachteil zu sein oder diesen sogar aufholen müssen. Deshalb hoffe ich sehr, dass manche meine Ansicht teilen und zeitlos sein wollen, um die Welt vielleicht doch mit kleinen und einfachen Mitteln zu verbessern und gemeinsam stark zu sein.


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Liebe selbst. Und werde ge­liebt.