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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Chris vor 1 Jahr, 1 Monat.

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  • #13107

    Hallo Manuel,

    mir ist aus unseren Gesprächen aufgefallen, dass du die Tätigkeit „Geben“ in verschiedenen Zusammenhängen verwendest.

    1) „Unbewusstes“ Geben: Geht davon aus, dass ich immer (!) irgendetwas gebe, ob ich nun will oder nicht ;)

    Z.b. kann ich in einem Gespräch mit einem Menschen total in mich selbst versunken sein und etwas privates von mir erzählen. Oder ein Mensch sieht mich auf der Straße und erfreut sich an meinem Aussehen. etc.

    2) Geben als Modus: Z.b. durch die Stadt laufen und sich hinein fühlen in den Gedanken „Ich habe etwas zu geben. Ohne etwas dafür zu verlangen“.

    3) Konkretes Geben: Z.b. wenn ich merke, dass jemand etwas Bestimmtes braucht: Eine Umarmung, jemand der zuhört, Hilfe beim Umzug, etc. – und ich leiste das entsprechend und bewusst.

    Ich frage mich daher, was Geben dann genau ist. Ist alles 3 das selbe? Auf einer höheren Ebene bestimmt – aber mir erscheint das alles unterschiedlich.
    Ist alles 3 optimal? Sollte man alle 3 Varianten üben? Wo hat man die meiste Verbundenheit und den meisten Nutzen?

    Punkt 1 als Geben zu definieren finde ich schwierig – weil es eben unbewusst ist und zumindest mich in keinster Weise erfüllt.

    LG Chris

  • #13108

    Lieber Chris,

    ich bin zwar nicht Manuel, aber ich hoffe, du freust dich auch über eine (kurze) Antwort von mir. ;)

    1) Wenn ich „nur“ unbewusst etwas gebe, kann und brauche ich das ja gar nicht zu üben, da es sich ja sowieso meiner Kontrolle entzieht. Und wenn es mich weder erfüllt noch sonst irgendeinen Nutzen für mich hat, würde ich mir keine Gedanken mehr über diese Art von „Geben“ machen.

    2 und 3 gehen für mich ineinander über. Wenn ich mit dem Gedanken/Gefühl durch die Stadt/Welt gehe, dass ich etwas geben kann und möchte, dann werde ich auch aufmerksam auf die Bedürfnisse meiner Mitmenschen. Und wenn ich dann sehe, dass jemand „konkrete“ Hilfe benötigt, dann kann ich ihm diese geben. Und ja, ich glaube, dass man dieses „aktive, bewusste“ Geben üben kann, sodass man einerseit immer empfänglicher für seine Umwelt und Mitmenschen wird und andererseits mehr Freude beim Geben spürt.

    Liebe Grüße
    Deine Caro

  • #13115

    Grüß dich Caro^^

    klar darfst du gerne antworten. Hatte es nur an Manuel gerichtet, weil er es quasi „definiert“ hat.
    Die Antwort macht Sinn. Und deckt sich auch mit meinen Überlegungen. Danke.

    LG Chris

  • #13117

    Manuel Fritsch
    Gruppengründer und Administrator

    Lieber Chris,

    das hast du schön zusammengefasst, was ich unter Geben alles verstehe. Und eine tolle Frage. Ich stimme Caro zu, und ergänze:

    Geben als Modus ist für mich die innere Haltung, die ich auch Güte, Herzlichkeit, Zuwendung nennen kann.
    Konkretes Geben ist für mich die äußere Tätigkeit, die aus der inneren Haltung wie selbstverständlich erwächst.

    Es ist leicht, aus der inneren Haltung immer wieder äußere Handlungen zu machen, aber praktisch unmöglich, ohne innere Haltung nach außen hin etwas zu geben. Mindestens wird es dann „von alleine“ dazu kommen, dass man dafür eine Gegenleistung bewusst oder unbewusst einfordert. Von Liebe oder Güte könnte dann keine Rede mehr sein.

    Ich habe darum die innere Haltung geübt, und zugleich nach Gelegenheiten Ausschau gehalten, sie in äußere Handlungen umzusetzen. Je wichtiger es mir war, desto leichter fiel es mir, diese Haltung einzunehmen und umzusetzen. Nach einiger Zeit wurde es dann zur Routine.

  • #13119

    danke fürs Kompliment.

    Schön, dass wir quasi alle 3 übereinstimmen.

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