Ich schenke Frauen „Du bist gut, so wie du bist“. Der Beginn einer Reise.

Frauen Liebe schenken Move Meta SelbstLiebe

28. Januar 2017

Image: „Tree swing“ by Aino Maria V. on flickr is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.

„Ich bin gut, so wie ich bin.“ Das ist das Geheimnis, warum ich mein Leben liebe. Ich schenke mir selbst: Ich muss nichts tun oder leisten, was ich nicht will. Ich darf vollkommen echt sein, ohne mich zu verstellen. Ich bin frei, mich zu entfalten, meiner Lust und Freude zu folgen, egal wohin. Ich kann anderen geben, worin ich einen Sinn sehe und was mir selbst die größte Freude macht. Ich kann anderen zeigen, was ich fühle und brauche. Und so viel mehr. All das gründet auf diesen Satz und das, wofür er steht: SelbstLiebe.

Wie ich anfing, selbst zu lieben

SelbstLiebe heißt für mich, von innen zu strahlen. Erst vor wenigen Jahren habe ich entdeckt, dass auch ich das kann. Ein derart tiefes Glück hatte ich zuvor immer für ein zufälliges Geschenk gehalten, das nur die wenigsten auf ihren Weg mitbekommen. Eine Lotterie des Schicksals, die zur Geburt ausgezahlt wird. Doch dann beschloss ich zu erkunden, wie andere sich mit mir gut fühlen – und ich mich mit ihnen.

Bis dahin war es immer nur um mich gegangen und um das, was *ich* will. Äußerlich längst erwachsen, war ich innerlich ein Kind geblieben, das um sich selber kreist. Nun aber wurden die Gefühle *anderer* für mich genauso wichtig wie meine. Das war der Wendepunkt. Ich begann, mich dem Fühlen aufmerksam zu widmen, mich empathisch mit Menschen zu verbinden und ihnen zu schenken: „Du bist gut, so wie du bist.“ Und ich entdeckte: Wenn ich strahlen will, dann kann ich es auch. Sobald ich selbst liebe.

Mir war, als hätte ich in meinem eigenen Vorgarten den größten Schatz der Welt gefunden. Endlich hatte auch ich etwas zu geben. Mich mit ganzem Herzen dafür zu interessieren, was andere bewegt; ihnen zu erlauben, alle Gefühle zu fühlen und sie mit mir zu teilen – das war so leicht. Und so erfüllend! Menschen waren dankbar für mich, für meine achtsame Präsenz. Ich war wertvoll, unabhängig von Aussehen, Reichtum, Status… Mein pures *Sein* war schon genug. Ich war genug. Ich war endlich gut, so wie ich bin.

Selbst lieben und geliebt werden

Die­ser Schatz gab mir zu­gleich die Hoff­nung, meine größte Sehnsucht zu erfüllen. Seit der ersten Klasse war ich immer heimlich verliebt gewesen. Nie aber hatte ich mich getraut, auf meine Angebeteten zuzugehen. Auch im Studium war ich mir sicher, dass sich keine für mich interessieren würde. Ich glaubte, ich hätte einer Frau nichts zu bieten. Und so war es ja auch: Ich konnte weder mich, noch andere wahrhaft (bedingungslos) lieben. Darum traute ich mich auch nie, eine Frau anzusprechen, die ich mochte. Mein Inneres wusste, wie wenig ich geben konnte. Ich war hilflos bedürftig und hoffnungslos sehnsüchtig.

„Jaaa, endlich!!!“ rief es darum in mir, als mir auch immer mehr Frauen zeigten, wie viel ihnen meine Aufmerksamkeit bedeutete. Ich begann daran zu glauben, dass auch ich attraktiv sein und andere für mich gewinnen könne. Einfach so, mit nichts als Liebe. Das gab mir einen enormen Schub und einen unzerstörbaren Kern von Selbstvertrauen. Und so begann ich, auf Frauen zuzugehen, die ich anziehend fand. Zumindest, wenn ich mich liebevoll fühlte – und darum keine Ansprechangst mehr hatte.

Über fünf Jahre ist das nun her. Seitdem durfte ich viel über Menschen und Gefühle lernen. Das meiste musste ich erstmal falsch machen, um beim nächsten Mal zu wissen, wie es richtig geht. So habe ich auch gelernt, dass ich meine Liebe *allen* schenken muss, damit ich sie *einer* schenken kann. Denn Liebe ist bedingungslos! Außerdem kann ich auch mich selber nicht mehr lieben, wenn ich meine Liebe nur noch mit wenigen (oder „der Einen“) teile. Indem ich bedingungslos alle Menschen liebe, garantiere ich auch mein eigenes „Ich bin gut, so wie ich bin“. Denn Liebe und SelbstLiebe sind eins – aktiv selbst lieben!

Geliebt werden und selbst lieben

Auf SelbstLiebe gründet heute mein gesamtes Leben. So weit wäre ich jedoch nie gekommen ohne echte, aufrichtige, vertrauensvolle Beziehungen. Den Kern meiner SelbstLiebe verdanke ich einigen Frauen, mit denen ich über *alles* sprechen, mich erfahren und ausprobieren konnte. Sie gaben mir einen geschützten Raum, den ich mir selber am Anfang noch nicht geben konnte. Indem ich ihnen nah sein und mich offenbaren durfte, kam ich auch mir selber näher. So erfuhr ich, dass ich liebenswert bin und andere dasselbe spüren lassen kann. Ich lernte, immer mehr Liebe zu geben – bis ich sie schließlich auch mir selber geben konnte. Nach zwei Jahren bewussten Liebens spürte ich zum ersten Mal: Ich liebe *mich* selbst.

Zwei Menschen, die einander schenken: „Du bist gut, so wie du bist“ – das ist für mich der beste Rahmen, um dieses „Ich bin gut, so wie ich bin“ zu spüren und zu lernen. Alleine hätte ich das niemals geschafft. Und so sehr ich mich einst aus Mangel danach gesehnt habe, den Frauen nahe zu sein, so sehr sehne ich ich mich heute aus Fülle danach. Ich will dieses überwältigende Geschenk weitergeben – und es da­durch auch mir selbst er­hal­ten. Ich weiß jetzt, dass ich meine Liebe tei­len muss, sonst verschwindet sie wieder.

So gibt die Sehnsucht nach weiblicher Nähe meinem Leben bis heute den Sinn. Diese Begegnungen erfüllen mich über alles. Momente voller Wärme und Verbundenheit. Mit einer Frau zusammen zu sein, empfinde ich als etwas Heiliges. Ich liebe es, Liebe zu empfangen. Und noch mehr liebe ich, sie zu geben.

Zurück zu meiner Sehnsucht

Ich liebe es, einer Frau dieses Geschenk zu machen. Gesehen zu werden, hinter all ihren Masken. Sein zu dürfen, bedingungslos. Mit meiner Kraft einen Raum um sie zu erschaffen, in dem das Wahrheit ist: „Du bist gut, so wie du bist.“ Zu erfahren, wovon sie träumt. Gemeinsam zu erkunden, was sie fühlt und was sie braucht. An den Grund ihres Selbst zu tauchen und ans Licht zu bringen, was sie in sich birgt. Das kleine Mädchen in ihr wiederzuentdecken, das seit Jahren und Jahrzehnten darauf wartet, endlich wieder rauszukommen, zu spielen und zu wachsen.

Das sind die Momente, für die ich lebe. Eine Frau mit allen Sinnen erfahren zu dürfen, ist das Wundervollste, was ich kenne. Ihr Inneres in Schwingung zu bringen und zu hören, wie sie klingt. Ihre Verkleidungen mit ihr abzulegen und ihre ganze Schönheit zu enthüllen. So viele Männer (und Frauen!) scheinen es lieber zu sehen, wenn sie brav ihre Rolle spielt. Mir geht es anders. Eine Frau, die wirklich sie selbst ist – das ist für mich das größte Kunstwerk. Ich kann mich nicht satt hören, satt sehen, satt schmecken daran.

Diese, meine wahre Sehnsucht habe ich lange heruntergespielt und zurückgenommen. Ich wollte nicht, dass es bei Move Meta „nur“ um mich und meine Frauengeschichten geht (als ob das alles wäre!). Anstatt meine Persönlichkeit zu zeigen, wollte ich das große Ganze beleuchten, die Liebe jedes Menschen zu sich selbst, zu anderen und zur gesamten Welt. Doch dieses große Ganze ist für mich nunmal eines. Ich erlebe alle Wunder dieser Welt in der Begegnung mit einer Frau. Darum will ich diese Sehnsucht auch leben!

Ich will zeigen, was „Du bist gut, so wie du bist“ vermag

Ich will herausfinden, was passiert, wenn ich einer Frau von ganzem Herzen schenke, was mir geschenkt wurde: „Du bist gut, so wie du bist.“ Wird sie es annehmen können? Kann ich ihr helfen, es sich selbst zu schenken? Wie lange werden wir einander begleiten – Minuten, Stunden, Jahre? Was werden wir gemeinsam erleben? Welche Gefühle werden wir spüren? Wie wird uns beide diese Begegnung verändern?

Davon will ich hier erzählen. Ich will der Welt zeigen, was passiert, wenn wir einander bedingungslos *sein* lassen. Ich will beweisen, wie viel Anmut und Schönheit sich vor uns auftun, wenn wir einander ohne Bedingungen, ohne Forderungen, mit Vertrauen und Güte begegnen. Über alle, die mich auf dieser Reise begleiten, freue ich mich sehr – hier genauso wie im echten Leben. Danke, dass es euch gibt!

Manuel
m@movemeta.org

Ich bin Manuel, der Gründer von Move Meta und M² Bochum. Seit 2013 schenke ich mir selbst: Ich bin gut, so wie ich bin. Heute liebe ich mein Leben. Bei M² erzähle ich davon.

2 Kommentare
  • Anne
    Veröffentlicht am 11. Februar 2017 um 19:56 Uhr Antworten

    Ich finde es sehr mutig von dir, dich so zu offenbaren. Das hast du ja schon in mehreren Artikeln (und auch bei den Gruppentreffen) gemacht, aber hier wird mir das wieder einmal besonders bewusst. Ich bin als Frau immer etwas bis sehr kritisch, wenn Männer davon erzählen, dass sie Frauen für sich gewinnen wollen. Ich fühle mich, auch wenn der betreffende Mann mich gar nicht gewinnen will, automatisch irgendwie bedrängt. Ein bisschen war das auch bei einem deiner früheren Artikel. Aber dieser Artikel ist schön. Er liest sich sehr angenehm, er wirkt bedacht, aufrichtig, friedlich aber vor allem am Ende auch sehr motiviert. Er ist auch irgendwie süß. Ich habe das Gefühl, du hast dir Zeit gelassen, die richtigen Worte zu finden. Du gehst darauf ein, dass du deine Liebe allen geben willst. Das ist so schön und hat mich zum Lächeln gebracht. Ich finde den Artikel viel (!) besser als z.B. „Die Gunst der Frauen“. Da hatte ich das Gefühl, dass du Frauen gewinnen willst. Bei deinem neuesten Artikel habe ich das Gefühl, du willst Frauen gewinnen UND ihnen helfen, den Weg zu ihrer SelbstLiebe zu finden. Und auch wenn es um Frauen geht, schreibst du an anderer Stelle auch von allen Menschen, was nicht mehr so exklusiv rüberkommt wie in früheren Artikeln.
    Besonders schön ist auch der letzte Absatz. Ich wünsche dir, dass du noch viel mehr Menschen (und Frauen ;) ) begeistern kannst. Bleib dran.

    • Manuel Fritsch
      Veröffentlicht am 11. Februar 2017 um 21:40 Uhr Antworten

      Vielen Dank, liebe Anne. Ich habe mich über dein offenes und klares Feedback sehr gefreut. Ja, mein Schreiben entwickelt sich und ich kann jetzt klarer benennen, um was es mir geht. Bei dem anderen Artikel habe ich den Aspekt des SelbstLiebe-Weitergebens noch nicht beleuchtet. Damals ging es mir natürlich auch darum, dass beide die Begegnung genießen und wachsen. Betont habe ich jedoch vor allem meine Sicht. Jetzt verstehe ich, warum und inwiefern dir das nicht genug war – es fehlte das sichtbare Einfühlen ins weibliche Gegenüber. Fein, dass mir das diesmal besser gelungen ist und du als Frau diesen Artikel nun gerne gelesen hast!

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